Oberbaselbieter Gemeinden wollen gemeinsame Trinkwasserversorgung

Die Gemeinden Gelterkinden, Ormalingen und Rothenfluh prüfen eine gemeinsame Trinkwasserversorgung. Die drei Gemeinden im Oberbaselbiet haben beschlossen, die Planung für eine gemeinsame Brunnmeisterei an die Hand zu nehmen. Sie wollen damit Synergien nutzen und Kosten sparen.

Brunnen in Gelterkinden mit Wappen

Bildlegende: Rothenfluh, Gelterkinden und Ormalingen prüfen eine Zusammenlegung der Trinkwasserversorgung. Paul Menz

Die drei Gemeinden seien der Meinung, dass mit einer intensiveren Zusammenarbeit die Versorgungssicherheit für das wichtigste Nahrungsmittel Wasser erhöht und die Qualitätssicherung verbessert werden kann, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Felix Jehle, Vize-Gemeindepräsident Gelterkinden und Präsident der Wasserkommission Gelterkinden ergänzt: «Die Anforderungen von Bund und Kanton an die Qualität des Wassers sind sehr streng und sind in den letzten Jahren noch gestiegen.» Wenn jede Gemeinde eine eigene Fachkompetenz aufbauen wolle, werde dies sehr teuer.

Interesse gäbe es auch von weiteren Gemeinden im oberen Baselbiet. Jedoch spüre man auch eine gewisse Zurückhaltung, so Jehle. «Die Gemeinden sind bereits heute schon organisiert und haben ihre eigenen Leute. Diese Organisation nun an einem Ort zusammenzuführen, ist kein einfacher Prozess.

Konkretes Projekt Mitte 2016

Das Projekt sieht vor - ähnlich wie bei den Forstbetrieben - mit einer Kopfgemeinde zu arbeiten, bei der die beiden andern Gemeinden die notwendigen Dienstleistungen bestellen und ausführen lassen können. Dieses Modell lasse auch eine spätere Ausdehnung auf weitere Nachbargemeinden zu.

Bis Mitte des Jahres 2016 soll ein konkretes Projekt vorliegen. Anschliessend werden die drei Gemeinden einzeln beschliessen, ob sie das Projekt einer gemeinsamen Brunnmeisterei umsetzen wollen.

(Regionaljournal Basel 17.30 Uhr)