Oliver Bühler: «Ich habe mein ganzes Leben lang gespielt»

Der 30-jährige Oliver Bühler führt ein Leben, wie es nicht viele andere in der Schweiz führen. Er verdient sein Geld mit dem Pokerspiel. Dafür macht er die Nacht zum Tag und umgekehrt.

mann auf dem tennispltz

Bildlegende: Der frühere Tennisprofi Oliver Bühler verdient heute sein Geld mit Pokern. Marcel König

Oliver Bühler gehörte einmal zu den besten Tennisspielern der Schweiz. Schon damals zeichnete er sich aus durch ein geschicktes Händchen und Spielfreude auf dem Platz.

Als Spieler zur Welt gekommen

Oliver Bühler ist ein Spieler. Auch heute mit 30 Jahren ist das Spiel immer noch sein Lebensinhalt. Aber die Prioritäten innerhalb des Spiels haben sich verschoben: von Tennis zum Poker. Dass er eine Spielernatur sei, habe sich schon als kleines Kind gezeigt: «Immer wenn ich beim Spielen ins Ziel gekommen wäre, ging ich extra nicht ins Ziel, weil ich wollte, dass das Spiel weiter geht.»

«  In einem guten Monat verdiene ich fünfstellig »

Seine Passion ist heute sein Beruf. Als Pokerspieler spielt er meistens in den Casinos. Weil es in Basel kein Poker mehr gibt, geht er nach Aarau. Sein Arbeitstag beginnt gegen acht Uhr abends und endet gegen sechs Uhr morgens. Oliver Bühler sei zufrieden mit seinem Leben: «So habe ich tagsüber immer genug Zeit für Sport».

Das Pokern rechnet sich aber auch finanziell: «In einem guten Monat verdiene ich gut fünfstellig», sagt Bühler und ergänzt, dass es auch Monate gäbe, in denen er Minus machen würde. Ob er bis zu seiner Pension Pokerspieler bleibt, weiss er nicht: «Eigentlich möchte ich nicht bis 65 pokern, aber vielleicht bin ich ja dann mit 50 anderer Meinung.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)