Osttangente in Basel: Weniger Stau durch Tunnel

Auf der Osttangente staut sich täglich die Blechlawine. Der Autobahnabschnitt ist schon heute überlastet, in Zukunft wird sich die Situation nur verschärfen. Nun schlägt das Bundesamt für Strassen vor, wie das Nadelöhr beseitigt werden könnte und kommt mit seinem Vorschlag der Region entgegen.

Blick über Schwarzwaldbrücke mit Kolonnenverkehr.

Bildlegende: Der gesame Durchgangsverkehr von Norden nach Süden rollt über die Schwarzwaldbrücke am Rand von Basel. Juri Weiss

Die A2 ist im Raum Basel schon heute überlastet. Bis im Jahr 2030 wird die Überlastung erheblich sein. Kein Wunder, über die A2, die sogenannte Osttangente, rollt der gesamte Durchgangsverkehr von Süden nach Norden. Veränderungen sind daher auch aus Sicht des Bundes nötig, damit das Nationalstrassennetz funktionsfähig bleibt.

Bevölkerung in Basel für Tunnel

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Neuer Tunnel soll Basel entlasten

2:56 min, aus Schweiz aktuell vom 7.7.2014

In Basel wehrte sich die Bevölkerung 2011 mit einer Petition gegen den ursprünglichen oberirdischen Vorschlag. Dieser sah eine Erweiterung des Autobahnabschnitts um je eine Spur vor. Der Kanton Basel-Stadt reichte darauf eine unterirdische Ausbauvariante ein. Gestützt auf den Basler Vorschlag des Tunnels und weiteren Varianten, präsentiert das ASTRA einen neuen Vorschlag für den Ausbau der Osttangente. Die vorgeschlagene Tunnelvariante entlastet die bestehende Nationalstrasse vom Verkehr nach Frankreich, sowie Basel Kannenfeld und Allschwil.

Finanzierung noch unsicher

Der Ausbau der Autobahn kostet rund 1.4 Milliarden Franken, deutlich mehr als ursprünglich mit der oberirdischen Lösung geplant. Grundsätzlich erwartet der Bund, dass sich die Kantone an den Mehrkosten beteiligen. Das Astra begründet die Forderung damit, dass der neue Tunnel die Stadt vom regionalen und städtischen Verkehr entlastet. Bevor der abschliessende Entscheid fällt, muss die Finanzierungsfrage noch gelöst werden. Ausserdem muss die Umweltverträglichkeit der vorgeschlagenen Variante noch geprüft werden, insbesondere bezüglich der Auswirkungen des Tunnels auf die Grundwasserströme.