Pascal Stauber: «Es gibt auch ein Leben nach dem Handball.»

Pascal Stauber ist einer der erfolgreichsten Handball-Torhüter der Schweiz. Im nächsten Frühling beendet er seine Karriere beim RTV. Hauptgrund dafür ist ein schwerer Knorpelschaden im Knie, der eine Operation unumgänglich macht.

Abklatschen nach dem Spiel

Bildlegende: Der RTV gewinnt das Derby gegen den TV Birsfelden. zVg

Seit 25 Jahren spielt der 35-jährige Pascal Stauber Handball, 17 davon als Aktiver. Im nächsten Frühling soll jetzt Schluss sein. Pascal Stauber: «Ich habe einen Knorpelschaden am Knie und muss das Knie deshalb operieren lassen, damit es keine Folgeschäden gibt.»

Ein Leben mit dem Handball

Pascal Stauber gehört immer noch zu den besten Handballgoalies der Schweiz. Er ist zweifacher Schweizermeister, Cup-Sieger und 116-facher Internationaler. Trotz seiner steilen Karriere bereits als junger Goalie wollte er nicht in eine grössere Liga, beispielsweise nach Deutschland wechseln: «Ich hatte nach der erfolgreichen EM 2006 ein Angebot von den Berliner Füchsen, aber ich wollte das Leben nach dem Handball vorbereiten und habe deshalb meine Ausbildung vorangetrieben. Und davon profitiere ich jetzt, wo meine Karriere früher zu Ende geht als geplant.»

Er wurde mehr zufällig zum Torhüter, als der Stammgoalie beim RTV wegen Krankheit ausfiel. Schnell wurde ihm jedoch klar, wie bedeutend der Torhüter für den Erfolg eines Handballteams ist: «Der Goalie ist der wichtigste Mann auf dem Feld. Und ich bin ein ehrgeiziger Spieler und will immer das Beste.»

Der RTV Basel ist Nummer eins

Dass zur Zeit gerade drei Vereine in der Region in der Nationalliga B spielen, freut Pascal Stauber nur bedingt. Seiner Meinung nach brauchte es einen Spitzenverein, der auch entsprechend mehr Nachwuchsspieler anzieht. Doch im Moment fehlt es in der Region an der nötigen Koordination. Pascal Stauber dazu: «Die ganze Region müsste darauf hinarbeiten, dass die besten Talente zum RTV kommen und sie nicht aus Eigeninteresse zurückhalten.»

Pascal Stauber bestreitet im nächsten April wieder gegen den TV Birsfelden sein letztes Spiel als Torhüter des RTV Basel. Beruflich wird er von da an als Mathematiklehrer am Gymnasium Oberwil tätig sein. Ob und in welcher Funktion er in den Handballsport zurückkehrt, lässt er noch offen. Ich habe beim RTV mein halbes Leben verbracht und bin dafür sehr dankbar. Aber jetzt nehme ich mir erst einmal diese Zeit, mache die Rehabilitation und dann schauen wir weiter.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)