Passagier-Rekord auf dem Euroairport

Für den EuroAirport (EAP) beddeute das abgelaufene Jahr 2014 ein Rekordjahr: mehr als 6,5 Millionen Fluggäste reisten via EuroAirport ein oder dann aus. Fürs laufende Jahr rechnen die Verantwortlichen aber mit einer nur noch moderaten Steigerung bei der Passagier-Entwicklung.

Das Flughafengebäude mit Tower

Bildlegende: Rekord-Passagierzahl für das Jahr 2014 auf dem EuroAirport Keystone

Mit mehr als 6,5 Millionen Fluggästen hat sich das Jahr 2014 auf dem EuroAirport (EAP) als Rekordjahr eingeschrieben. Diese Zahl bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um elf Prozent. Das wurde anlässlich der Jahres-Medienkonferenz mitgeteilt. Allerdings rechnen die EAP-Verantwortlichen fürs eben angelaufene Jahr mit einem geringeren Wachstum, nämlich nur noch drei Prozent.

Güterumschlag wächst moderat

Auch beim Gütertransport über den Flughafen ist ein Wachstum zu verzeichnen, das fällt mit rund fünf Prozent allerdings nicht so spektakulär aus wie die Steigerung der Passagierzahl. Beim Güterumschlag ist man beim EAP dafür für 2015 optimistischer als bei den Passagieren: man geht von einer Steigerung von sogar knapp 20 Prozent aus. Neuen Schwung soll hier der neue Cargo Terminal bringen, der noch im Januar in Betrieb genommen wird. In diesen Terminal waren 40 Millionen Euro investiert worden.

Sorgen wegen Steuerstreit und Bahnanschluss

Die Freude über die Guten Zahlen des Flughafens werden allerdings durch grosse Sorgen getrübt.

Die grösste Sorge des Flughafendirektors Jürg Rämi ist der Steuerstreit mit Frankreich. Bisher galt auf dem Schweizer Sektor des Flughafens für die Unternehmen das schweizerische Steuerrecht. Seit einigen Monaten will nun Frankreich auch auf dem Schweizer-Sektor das französische Steuerrecht einführen.

Seit Monaten verhandeln nun die Schweiz und Frankreich auf oberster Ebene über eine Lösung. Bis Ende März soll sie vorliegen, ist Jürg Rämi überzeugt. Mit ihm warten auch dutzende Unternehmen auf eine Lösung. Sie generieren insgesamt über 6000 Arbeitsplätze auf dem Flughafen. Sollte keine annehmbare Lösung gefunden werden, seien einige Unternehmen bereit, eine Alternative zu suchen, sagt Jürg Rämi.

«  Ich kenne einige Unternehmen, die eine Alternative suche, sollte keine akzeptable Lösung im Steuerstreit gefunden werden.  »

Jürg Rämi
Direktor EuroAirport

Easy-Jet sei aber nicht dabei, versichert Rämi. Die Billigfluglinie hat aber bereits im Sommer bekannt gegeben, dass sie alle weiteren Investitionen in Basel auf Eis legt, bis der Steuerstreit beigelegt ist.

Eine weitere Sorge bereitet dem Flughafendirektor der geplante Bahnanschluss zum EuroAirport. Noch immer stehe die Bestätigung Frankreichs aus, eine Bestätigung, dass sich Frankreich am Vorprojekt beteiligt.

Es gehe um etwa 700'000 Euro, erklärte Jürg Rämi. Die werde man sicher finden, zeigt sich Rämi zuversichtlich. Das Vorprojekt zum Bahnanschluss habe auf alle Fälle oberste Priorität in diesem Jahr.