Pest bedroht einheimische Krebse in Rhein, Wiese und Birsig

Die Krankheit wurde bei aus Nordamerika eingewanderten Signal- und Kamberkrebsen nachgewiesen. Diese sind selber gegen den Erreger immun, übertragen ihn jedoch auf die einheimischen Krebse.

Die Wiese kurz vor der Mündung in den Rhein, mit zwei Spaziergängern am Ufern.

Bildlegende: Auch in der Wiese sorgt der Signalkrebs für ein Sterben unter den einheimischen Krebsen. Juri Weiss

Die für Menschen ungefährliche Pilzerkrankung ende bei einheimischen Krebsen fast immer tödlich, teilen das Basler Gesundheitsdepartment und die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion am Mittwoch mit. Die Flüsse in Basel-Stadt und der Birsig in Baselland sind zu Sperrgebieten erklärt worden.

Träger des Pilzes sind die aus Nordamerika stammenden Signal- und Kamberkrebse. Die beiden Krebsarten werden als invasive Arten in beiden Basel seit Jahren bekämpft. Erkrankte einheimische Krebse sein auffallend matt, heisst es.

Bekämpft wird die Pilzerkrankung einerseits mit einem Verbot, Krebse aus den betroffenen Flussabschnitten zu nehmen. Auch dürfen keine Krebse in diese Flüsse eingebracht werden. Fischer müssen ihre Angelruten, Stiefel und weitere Utensilien desinfizieren, bevor sie diese in anderen Gewässern verwenden.