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Basel Baselland Politische Aktion verwirrt viele Baslerinnen und Basler

Viele Basler Haushalte erhielten am Donnerstag ein Schreiben, welches eine angebliche Übernahme des Trinkwassers durch die «AsiT Water AG» ankündigt. Beim Brief handelt es sich jedoch nicht um Tatsachen sondern um eine politische Aktion. Viele Baslerinnen und Basler realisierten dies aber nicht.

Ein Glas Wasser.
Legende: Ein politischer Brief kündigt die Privatisierung des Basler Trinkwassers an. Colourbox

Mit der Privatisierung der Trinkwasserversorgung durch die «AsiT Water AG» sei mit einem moderaten Preisanstieg des Wassers von 40 Protenz zu rechnen, ist im Brief zu lesen. Ausserdem wird empfohlen, das Wasser vor dem Trinken abzukochen, um eventuellen gesundheitlichen Risiken vorzubeugen, sollten Risikogruppen wie Säuglinge, Schwangere oder ältere Menschen davon konsumieren.

Überhaupt keine Freude an diesem Brief haben die Industriellen Werke Basel (IWB). «Wir erhalten zahlreiche Anrufe von verunsicherten Kunden», sagt Lars Knuchel, Sprecher der IWB. Das Thema Trinkwasserversorgung sei heikel, weshalb die IWB die Aktion nicht auf die leichte Schulter nehmen wollen. «Mit Humor hat das nichts zu tun», betont Knuchel. Die IWB würden sich überlegen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Hinter diesem Schreiben steht ein Bündnis von verschiedenen politischen Organisationen. Die Gruppe will auf mögliche Folgen durch Privatisierungen aufmerksam machen und sich so gegen weitere Freihandelsabkommen einsetzen. Auf dem Brief gibt es jedoch keinen offensichtlichen Hinweis, dass es sich um eine politische Aktion handelt. Aufklärung liefert erst der Besuch einer Internetseite, die am Ende des Briefs angegeben ist.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Luca Kappler (luca)
    Der Artikel erwähnt nicht, dass die Aktion auf ein spezifisches Freihandelsabkommen aufmerksam machen wollte. Es handelt sich dabei um das Abkommen TiSA, das von der Schweiz und 49 weiteren Staaten im Geheimen verhandelt wird. Das Abkommen möchte Privatisierungen im Dienstleistungsbereich erleichtern und fördern. Bei diesen Verhandlungen wird die Öffentlichkeit systematisch auf undemokratische Weise ausgeschlossen. Siehe: http://asitwater.com
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  • Kommentar von Luca Kappler (luca)
    Was dieser Artikel nicht erwähnt: Die Aktion wollte gegen ein spezifisches Freihandelsabkommen, nämlich TiSA, aufmerksam machen. Dieses Abkommen wird derzeit von der Schweiz und 49 anderen Staaten im Geheimen verhandelt und soll die Privatisierung der öffentlichen Dienste fördern und erleichtern. Über die Verhandlungen besteht keinerlei demokratische Kontrolle. Würden die Medien richtig darüber berichten, könnte dies auch endlich in der Öffentlichkeit debattiert werden.
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