Fusion Clariant und Huntsman Pratteln und Muttenz hoffen auf mehr Arbeitsplätze

Trotz der Fusion mit dem US-Konzern soll der Hauptsitz der neuen Firma «HuntsmanClariant» in Pratteln bleiben. Und auch das Produktionswerk in Muttenz wird nicht geschlossen. In den beiden Gemeinden hofft man deswegen, dass der neue Megakonzern mehr Arbeitsplätze generiert.

Clariant Hauptsitz in Pratteln, Aufnahme von aussen, nur oberer Teil des Gebäudes

Bildlegende: Der Hauptsitz des neuen Unternehmens soll in Pratteln bleiben, wo Clariant auch heute den Hauptsitz hat. Keystone

Als der Chemiekonzern Clariant am Montagmorgen bekannt gab, dass er mit dem US-Konzern Huntsman fusioniert, sei er überrascht gewesen, sagt Stephan Burgunder, Gemeindepräsident von Pratteln. Und die Überraschung sei durchaus positiv. Denn der Hauptsitz des neuen Mega-Konzerns bleibt in Pratteln.

«Ich erhoffe mir, dass einerseits mehr Mitarbeiter in Pratteln arbeiten werden. Andererseits hoffe ich natürlich auch, dass sich ein paar davon in Pratteln niederlassen», so die Hoffnung von Burgunder.

Auch Muttenz ist optimistisch

Peter Vogt, Gemeindepräsident von Muttenz, war erleichtert, als er las, wie die Fusion geplant ist. Denn auch die Produktionsstätte in Muttenz soll nicht geschlossen werden. «Das heisst, hier wird es keinen Stellenabbau geben», sagt Vogt und ergänzt: «Wahrscheinlich wird es sogar eher noch mehr Arbeitsplätze geben und das freut uns natürlich.»

Der Wirtschaftsförderer des Kantons Baselland, Thomas Kübler, teilt diese Einschätzung. «Die neue Organisation wird stärker sein, deswegen werden wohl längerfristig mehr Stellen auf- als abgebaut», so Kübler.

Dennoch wird die geplante Fusion der beiden Unternehmen nicht ohne Stellenabbau über die Bühne gehen, wie die Verantwortlichen heute mitteilten. Die Standorte in der Schweiz seien vom Stellenabbau aber nicht betroffen.