Schülerdemo in Basel Protest gegen Sparen bei der Bildung

In Basel demonstrierten am Mittwoch rund hundert Schülerinnen und Schüler aus den beiden Basel gegen einen Bildungsabbau. Auf dem Marktplatz forderten sie, dass die Sparmassnahmen im Kanton Baselland rückgängig gemacht werden.

Unter dem Motto «#KeLoscht» protestierten die Schülerinnen und Schüler gegen Abbau bei der Bildung. Initiiert worden waren die Proteste im Kanton Luzern, wo im Herbst 2016 an den kantonalen Schulen aus finanziellen Gründen eine Schulwoche durch eine zusätzliche Ferienwoche ersetzt worden war.

Weniger Freifächer und keine Skilager

In Basel zogen die Schülerinnen und Schüler aus den beiden Kantonen vom Barfüsserplatz zum Marktplatz. Dort wurde in mehreren Reden etwa der Abbau bei Freifächern oder bei den Skilagern kritisiert. Sie protestierten aber auch dagegen, dass der Instrumentalunterricht neu aus der eigenen Tasche finanziert werden muss.

Auch wenn in der Stadt der Abbau bei der Bildung nicht in gleichem Masse stattfindet, solidarisierten sich einige Gymnasiasten mit den Vertretern vom Lande. «Ich lebte bis vor kurzem noch im Kanton Basellandschaft. Wie es anderen in meinem Umfeld geht, das ist mir nicht egal», meinte eine Demonstrantin zum Regionaljournal Basel.

«  Lehrer müssen mit Herzblut arbeiten können. Ein Dienst nach Vorschrift ist unerträglich im Schulalltag. »

Julie von Büren
Mitorganisatorin der Schülerdemonstration

In Gesprächen am Rande der Demo fiel immer wieder auf, dass es den Demonstranten auch um die Arbeitsbedingungen der Lehrerschaft geht. «Lehrer müssen mit Herzblut arbeiten. Können sie dies nicht, so spüren wir dies bei Exkursionen, Lagern und auf Reisen», meinte Mitorganisatorin Julie von Büren. Dienst nach Vorschrift sei für die Schülerschaft unerträglich.