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Basel Baselland Razzia in Basler Moschee – zwei Personen festgenommen

Aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung hat das Basler Migrationsamt eine Razzia bei der König-Faysal-Moschee durchgeführt. In der Moschee seien zwei Personen ohne «geregelten Aufenthaltsstatus» festgenommen worden, wie das kantonale Justizdepartement mitteilt.

Legende: Video Zwei Festnahmen in Basler Moschee abspielen. Laufzeit 1:15 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 27.09.2016.

Bei der König-Faysal-Moschee in Basel hat das Migrationsamt eine Aktion durchgeführt. Unterstützt wurde es von der Kantonspolizei Basel. Zwei Männer, die sich mutmasslich illegal in der Schweiz aufhalten, wurden wegen fehlenden Papieren festgenommen. Im Nachgang zur Kontrolle würden nun ausländer- und strafrechtliche Fragen geklärt, sagte Polizeisprecher Martin Schütz.

Der Einsatz folgte nach einem Hinweis aus der Bevölkerung, dass sich in Räumlichkeiten der Moschee eine Person ohne geregelten Aufenthaltsstatus befinden könnte. Daraufhin habe das Migrationsamt Basel-Stadt die Kontrolle durchgeführt. Diese sei ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen.

Grösseres Polizeiaufgebot nicht unüblich

Im Einsatz stand auch eine Sondereinheit der Basler Polizei. Bei solchen Kontrollen sei ein grösseres Polizeiaufgebot nicht unüblich, sagt Schütz. «Auch beim Einsatz wegen Sans-Papiers in der Matthäuskirche war ein grösseres Aufgebot vor Ort», so Schütz.

Die König-Faysal-Moschee in der Basler Friedensgasse stand in Vergangenheit immer wieder im Scheinwerferlicht. Ein Zusammenhang zwischen der jüngsten Berichterstattung über eine mögliche Verbindung zu Dschihad-Reisenden und den heutigen Festnahmen bestünde laut Schütz jedoch nicht.

Migranten aus Nordafrika

Die beiden festgenommenen Männer stammten aus Nordafrika, sagt der Direktor der Stiftung, Nabil Arab, gegenüber SRF. Er sei von der Polizei zur Moschee gerufen worden, um Zimmer aufzuschliessen. Er kenne die beiden Männer. Sie hätten heute früh dort ihr Gebet verrichtet, der professionelle Imam der Moschee sei nicht anwesend gewesen.

Beim ersten Festgenommenen handle es sich um einen 45-jährigen Algerier. Dieser sei vor rund 20 Jahren in die Schweiz geflüchtet und wohne in Basel, sein Asylgesuch sei abgelehnt worden, deshalb verfüge er über keine gültige Aufenthaltsbewilligung mehr. Der zweite Mann stamme ebenfalls aus Nordafrika, genauer kenne er den Mann nicht.

Der Direktor der Stiftung betonte, die König Faisal Moschee sei gegen jeglichen Extremismus und würde verdächtige Personen der Polizei melden. Auch würden Übernachtungen in den Räumlichkeiten nicht geduldet.
Legende: Video Razzia bei der König-Faysal-Moschee in Basel (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.09.2016.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Wenn die Moscheen versteckt in Hinterhöfen liegen, sorgt sich der besorgte Bürger vor dem heimlichen Islam, den er nicht mitbekommt. Wenn die Moschee öffentlich und sichtbar ist, dann steht man mit Transparent und fadenscheinigen Argumenten auf der Strasse, warum sie nun gerade hier so gar nicht hinpasst... Wenn man ehrlich wäre und genug Mut dazu hätte, dann würde man zugeben, dass man am liebsten gar keine Moschee hier hätte.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Keine Hinweise auf Terror oder sonst was. Ausschliesslich «illegaler Aufenthalt». Mit dem Geld für die Polizeiaktion hätte man die beiden wohl ein Jahr finanzieren können. Der Staat sollte vielleicht mal anfangen, seine Mittel sinnvoll einzusetzen.
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    1. Antwort von u. Felber (Keule)
      das ist sinnvoll, sogar sehr sinnvoll.
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    2. Antwort von Patrik Schaub (Kripta)
      Ja genau, Herr Bauert, mit diesem Geld sollte man "dringend" diese beiden Illegalen auf Lebzeiten bespassen, nicht das noch jemand auf die Idee kommt das Geld für etwas total unnützes, wie z.B. die vernachlässigbare AHV zu verprassen ... Im übrigen: Gottseidank, sind diese beiden die einzigen Illegalen in diesem Land.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Beim nördlichen Nachbarn spricht man zwischenzeitlich von ca. 20.000 möglichen Jihadisten die sich, grösstenteil unregistriert, im Land aufhalten. Die offizielle = Merkelsche Zahl sprich zwar von ca. 8.000, entsprechende Polizeiquellen bestätigen die erstgenannte Zahl. Wenn man nicht konsequent durchgreift dann können wir das Chaos bald am eigenen Leib spüren. Hört man nicht die Kommentare der "Imame" in den Moscheen?
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    1. Antwort von Patrik Schaub (Kripta)
      Als ob Glättli, Wermuth & Co. arabisch verstehen würden ...
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