Referendum gegen Claraturm rettet alte Warteck-Häuser nicht

Mit seinem Referendum will der Barbesitzer Andreas Bernauer die alten Warteck-Häuser retten. Doch er kann nur den Claraturm verhindern, den Abriss der Häuser aber nicht.

Eine Modelldarstellung des geplanten Claraturms in Kleinbasel

Bildlegende: Referendum kann nur den geplanten Claraturm verhindern. zVg

Andreas Bernauer betreibt seine «Piano-Bar» in einem der alten Warteck-Häusern. Ihm liege vor allem der historische Wert der Häuser am Herzen, sagte er gegenüber dem "Regionaljournal" von Schweizer Radio SRF 1. Er wolle mit seinem Referendum diese Häuserreihe im Kleinbasel retten, erklärte er, nachdem bekannt wurde, dass er mehr als genügend Unterschriften für sein Referendum zusammen bekam.

Dies gelingt ihm aber nicht. Denn das Referendum richte sich gegen den Bebauungsplan, den das Parlament beschloss. Dies bestätigt der Grossrat Philippe Macherel von der Bau- und Planungskommission des Grossen Rates. Mit dem Referendum könne das Stimmvolk den hohen Claraturm verhindern. Der Investor aber könne eine zonenkonforme Neuüberbauung in Angriff nehmen, für die er keinen Bebauungsplan mehr braucht.

Dies wolle der Investor, der Immobilienfonds SIMA der UBS, auch machen, bestätigte Riccardo Boscardini, Leiter der UBS-Immobilienfonds. Geplant sei auf alle Fälle eine Überbauung mit Restaurants und Läden und darüber Wohnungen. Die Häuserreihe müsse also auf alle Fälle weichen.

Andreas Bernauer gibt aber nicht auf. Für den Abstimmungskampf rüstet er sich mit einem Komitee. Er hoffe auf prominente Mitglieder. Die Unterstützung dürfte aber klein sein. Bei der Sammlung der Unterschriften wurde Bernauer vom Basler Mieterschutzverband sowie von BastA! unterstützt. Alle übrigen Parteien haben sich bereits in der Parlamentsberatung zum Bebauungsplan für den 100 Meter hohen Claraturm ausgesprochen.