Referendum gegen Sammlungszentrum Augusta Raurica steht

Über den Projektierungskredit für ein Sammlungszentrum für die Römerstadt Augusta Raurica wird an der Urne entschieden. Ein Referendum aus SVP- und FDP-Kreisen ist am Donnerstag mit rund 3'700 Unterschriften eingereicht worden

Modell des Projekts für ein Sammlungszentrum in Augst.

Bildlegende: Das geplante Sammlungszentrum in Augst stösst bei FDP und SVP auf Widerstand. zVg

Der Neubau soll teils marode Räume in zwölf Gebäuden ablösen. Für Werkstätten, Archive, Arbeitsplätze und den Werkhof des Sammlungszentrums soll neben der A3 zentral ein neues Domizil gebaut werden. Das Römermuseum soll am heutigen Standort bleiben.

 Der Sammlungszentrums-Neubau für geschätzte 20 Millionen ist als erste Etappe für die definitive Lösung dringender Raumprobleme gedacht. Als zweite Etappe soll danach etwa 2018 für geschätzte 14 Millionen ein Neubau für Funddepots folgen.

« Luxuspalast für Steine »

 Im Landrat hatte sich die SVP gegen den Kredit und für eine billigere Lösung wie ein Container-Provisorium stark gemacht. Der FDP schwebt eher ein billigerer Neubau sonstwo vor. Beide Parteien monierten offene Verkehrsfragen und spielten das Römerstadt-Projekt wegen leerer Kantonskassen. Schon in der Landratsdebatte war die Rede von einem «Luxuspalast für Steine».

SVP-Parteipräsident Oscar Kämpfer stellt genrell infrage, wieviel von den Fundgegenständen in Augusta Raurica überhaupt aufbewahrt und erforscht werden sollen. «Das ist eine Kultur, die ein Teil aus der Vergangeheit des Baselbiets ist. Diese Vergangenheit kennen wir schon sehr gut. Deshalb sind wir der Meinung, dass dafür nicht soviel Geld ausgegeben werden soll.»

Die rund 3'700 Unterschriften seien problemlos zusammen gekommen, so Kämpfer. Der Landrat hatte den Kredit Ende November mit 51 zu 35 Stimmen beschlossen. Zur Volksabtimmung kommt es voraussichtlich am 9. Juni 2013.