Regierung, shiftmode und scope äussern sich zu Wagenplatz-Rückzug

Sowohl die Regierung, als auch die Zwischennutzer shiftmode und die Kunstmesse scope zeigen sich erfreut über die Kompromissbereitschaft der Wagenleute. Dennoch muss nach Ablauf des Ultimatums wohl die Polizei aufmarschieren. In der Nacht auf Montag blieb es aber noch ruhig.

Wagenplatz auf Migrol-Areal

Bildlegende: Die Wagenleute haben sich zurückgezogen, «Uferlos» und «Hafenscharte» hingegen harren aus. SRF

«Es ist eine sehr positive Entwicklung», findet Regierungspräsident Guy Morin zum Rückzug der Wagen. «Aber die restlichen Bauten, die noch immer ausserhalb der 2500 Quadratmeter stehen, müssen sich auch zurück ziehen. Das Ultimatum gilt für sie genauso.»

Guy Morin spricht die Bauten von Hafenscharte und Uferlos an. Sie haben bisher kein Entgegenkommen signalisiert. «Sie müssen jetzt mitmachen», so Morin gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF1. Gegen Mitternacht werde die Regierung eine Lagebeurteilung vornehmen und gegebenenfalls eine Räumung veranlassen.

«  Wir können damit sehr gut leben. »

Tom Brunner
Präsident shiftmode

Positiv beurteilt wird der teilweise Rückzug der Wagenleute auch vom Verein shiftmode sowie der Kunstmesse scope. Tom Brunner, Präsident von shiftmode: «Wir haben gestern einen neuen Plan von der Regierung zugestellt bekommen, der die von den Wagenleuten besetzte Fläche aufzeigt. Wir können damit sehr gut leben.» Dies, obwohl die Wagenleute nicht auf der ursprünglich tolerierten Fläche stehen, sondern auf einem anders verteilten Dreieck.

Mit der jetzigen Situation kann auch Patrick Tschan von scope gut leben. «Wir beginnen am Montag um acht Uhr mit den Aufbauarbeiten für unser Zelt. So wie es jetzt aussieht wird uns dabei niemand in die Quere kommen.»

Bis zum Tagesanbruch am Montag hat die Regierung noch keine Polizisten auf das Gelände geschickt. Zwei Securitas-Mitarbeiter beobachten den Eingang zum Wagenplatz.