Regionale Wirtschaft will keine Simulationsstudie

Der Verein Regio Basiliensis möchte eine eigene Simulationsstudie zur Kantonsfusion durchführen. Dieses Ziel aber scheint unerreichbar. Noch immer fehlt ein Grossteil des Geldes für diese Studie. Der Verein selber will aber nicht aufgeben und noch bis Ende Jahr weiter Geld sammeln.

Ein Flagge mit Stäben beider Basler Kantone

Bildlegende: Simulationsstudie zur Fusion: Die Finanzierung ist nach wie vor offen. Juri Weiss

Anfang dieses Jahres hat der Verein Regio Basiliensis Grosses angekündigt: eine eigene Simulationsstudie zur Kantonsfusion. Jetzt aber zeigt sich, dass es diese Studie schwer hat. Der Verein hat erst ein Viertel des Geldes dafür beisammen. Jetzt will der Verein die Sammelfrist bis Ende Jahr verlängern.

Die nötigen 200'000 Franken suchen die Vereinsmitglieder bei der regionalen Wirtschaft. Denn die beiden Kanton geben für eine solche Studie kein Geld aus. Regionale Unternehmen aber haben erst 50'000 Franken beigesteuert, sagt der Geschäftsführer von Region Basiliensis, Manuel Friesecke. Den Grund dafür sieht er nicht in einer grundlegenden Ablehnung der Wirtschaft gegenüber einer Simulationsstudie. Vielmehr müssten viele Unternehmen sparen.
Ausserdem hätten viele Unternehmen Angst sich mit einem Beitrag an der Studie bereits politisch zu positionieren. Diese Angst sei unbegründet, da die Studie ja eine neutrale Entscheidungsgrundlage für die Stimmbürger liefern will, sagt Friesecke.

Sammelaktion dauert an

Trotz diesen unguten Vorzeichen will der Verein seine Sammelaktion nicht abbrechen. Im Gegenteil: er verlängert die Frist bis Ende Jahr. Diese Verlängerung rechtfertige sich damit, dass jetzt absehbar ist, dass die Fusionsinitiative erst Ende 2014 zur Abstimmung komme.