Reha Klinik auf der Chrischona wird geschlossen

Das Felix-Platter-Spital übernimmt die Reha Klinik auf der Chrischona. Diese wird vollständig in das Spital integriert, welches im April 2019 seinen Neubau im Basler Iselin Quartier bezieht. Die Reha Chrischona hat nach einer Lösung gesucht, weil sie anstehenden Sanierungskosten nicht tragen konnte.

Ein Spitalbett

Bildlegende: Keine Betten mehr auf der Chrischona: Die Rehaklinik wird in das Felix-Platter-Spital integriert (Symbolbild). Keystone

Die Übernahme soll spätestens bis anfangs April 2019 erfolgen, also am gleichen Tag, wie das neue Felix-Platter-Spital (FPS) bezogen werden soll. Das Angebot der Reha Chrischona werde im Basler Spital integriert und weitergeführt, sagt Fritz Jenny, Direktor des Bürgerspitals: «Damit erhält das Felix-Platter-Spital eine neue, internistisch ontologische Abteilung». Auch die Chrischona Klinik ist Teil des Bürgerspitals

In der Reha Chrischona seien Investitionsarbeiten in der Höhe von 40 - 50 Millionen Franken angestanden. Gemäss Jenny müsste das in den 1970er-Jahren gebaute Haus deutlich grösser sein, um als Spital tragbar zu sein. «Diesen Betrag hätten wir nicht stemmen können.» Deshalb habe man lange nach Lösungen gesucht und jetzt einen Platz an der Burgfelderstrasse gefunden. Mit der Übernahme der Klinik ziehen rund 80 Prozent der Mitarbeitenden von der Chrischona nach Basel. Die 120 Ärzte, Pfleger und Therapeuten erhalten im FPS wieder eine Anstellung. Für die 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der bisherigen Hotellerie und dem administrativen Bereich suche man hingegen noch eine Lösung. Auch die zukünftige Nutzung des Gebäudes auf der Chrischona sei noch nicht geklärt.

Genug Platz im Felix-Platter-Spital

Das auf universitäre Altersmedizin und Rehabilitation spezialisierte FPS baut derzeit auf seinem Areal an der Burgfelderstrasse für 200 Millionen Franken ein neues Spital für Altersmedizin mit 240 Betten. Der Hauptbau von 1967 soll stehen bleiben und zum Wohnhaus umgebaut werden; daneben entstehen überdies neue Wohnbauten.

Möglich wird die Reha Chrischona-Übernahme, weil die FPS-Leitung zum Jahresbeginn beschlossen hatte, eine technisch vorbereitete Option für ein viertes Stockwerk einzulösen und diese Zusatzetage auch noch zu bauen. Gemäss Verwaltungsratspräsident Beat Straubhaar werden nun so zwei Stationen à 40 Betten realisiert.

Der Auflösung der Rehaklinik und deren Integration in das FPS zugestimmt haben sowohl der Verwaltungsrat des Spitals wie auch der Bürgerrat des Kantons Basel-Stadt. Nun braucht es noch grünes Licht vom Bürgergemeinderat.