Rettungsaktion für Baselbieter Fische

Die hohen Temperaturen setzen auch den Fischen in den Baselbieter Bächen zu. Am Montag hat die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung begonnen, Bachforellen aus kleinen Oberbaselbieter Bächen in grössere Gewässer umzusiedeln.

Zivilschützer mit Eimer

Bildlegende: Mit Netzen und Eimern holen die Zivilschützer die Forellen aus dem Bach SRF

Die Hitze macht den Forellen in den Baselbieter Bächen zu schaffen: Wenn das Wasser deutlich über 20 Grad warm wird oder die Gewässer gar austrocknen, können die Fische nicht mehr überleben. Nun haben die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung und der Zivilschutz begonnen, die bedrohten Bäche abzufischen. Den Anfang machte am Montag der Homburgerbach in der Oberbaselbieter Gemeinde Thürnen.

Gefischt wird elektrisch: Die Zivilschützer stehen in Gummihosen im Bach, einer von ihnen trägt auf dem Rücken einen Benzin-Generator. Den so erzeugten Strom leitet er ins Wasser, was dazu führt, dass die Fische zur Stromquelle schwimmen. So kann man sie mit Netzen einfach einfangen. Schliesslich werden die Forellen in einem grösseren Gewässer wieder ausgesiedelt.

Es ist ein grosser Aufwand für ein paar hundert Fische. Daniel Zopfi von der Baselbieter Jagd- und Fischereiverwaltung will sich deshalb in Zukunft auf jene Bäche konzentrieren, die sich auch zur Fischerei eignen: «Die Gewässer, die regelmässig austrocknen, wollen wir längerfristig nicht mehr bewirtschaften. Darin gibt es dann zwar vielleicht keine Fische mehr, dafür fällt auch das aufwändige Abfischen weg.»

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)