«Revue Thommen Watches» will zurück nach Waldenburg

Roland Buser, der neue Besitzer von «Revue Thommen Watches», möchte bis in 10 Jahren 120'000 Uhren in Waldenburg produzieren. Dabei würden 100 neue Stellen geschaffen. Geht es nach dem Willen von Buser, so kämen die neuen Stellen in die alten Gebäude der Revue Thommen.

Blick auf die alten Revue Thommen-Gebäude von Waldenburg

Bildlegende: Der alte Standort von Revue Thommen in Waldenburg Paul Menz

Die Pläne von Roland Buser sind ambitioniert. Beginnen möchte er schon in den nächsten Jahren. «Die Uhrenindustrie gehört ins Tal, wir möchten zurück zu unseren Wurzeln.» Buser selbst kommt von Niederdorf.

Gemeinderat weiss von nichts

Offiziell weiss man bei den Behörden in Waldenburg noch nichts. Ein Kontakt mit dem Gemeinderat sei noch nicht zu Stande gekommen, sagt Gemeinderatspräsidentin Andrea Kaufmann. «Wir haben eine Einladung für einen Apero an der Baselworld erhalten, mehr aber noch nicht.»

Die Freude bei Andrea Kaufmann ist gross. Endlich würden wieder einmal positive Wirtschaftsnachrichten aus Waldenburg kommen. «In der letzten Zeit kamen wir wegen den Wegzügen von Industriebetrieben in die Schlagzeilen. Neue Arbeitsplätze in Waldenburg sind stets willkommen.»

Wenn nicht in Waldenburg, dann aber sicher im Tal

Am Apero an der Baselworld will Roland Buser Kontakte knüpfen mit den politischen Entscheidungsträgern des Waldenburgertales. Würde es nicht möglich werden, in Waldenburg selbst die alte Uhrenmanufaktur wieder ins Leben zu rufen, dann würde er in einer anderen Gemeinde des Tales Lokalitäten suchen.

Das ganze Projekt steht auf wackeligen Beinen. Weder ist klar, woher Roland Buser das nötige Geld nimmt, noch wer diese Uhren denn kaufen soll. Mehr als eine Absichtserklärung ist es im Moment nicht. Zusätzlich könnte ein Rechtsstreit das ganze Projekt verunmöglichen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)