Richtig Putzen will gelernt sein - Hauswirtschaften als Beruf

Putzen, waschen und kochen gehören zum selbstverständlichen Tagesablauf in jedem Haushalt. Was viele nicht wissen: Diese Tätigkeiten sind auch ein Lehrberuf. Jedes Jahr schliessen in den beiden Basel über 60 Jugendliche eine Lehre zu professionellen Hauswirtschaftern ab.

Eine Frau putzt eine Scheibe

Bildlegende: Wer falsch putzt, kann Schäden anrichten - das lernen die Jugendlichen in der Lehre als Fachfrau Hauswirtschaft. Keystone

Als Michael Fankhauser zum ersten Mal von der Lehre als Fachmann Hauswirtschaft hörte, musste er als Erstes ans Putzen denken: «Ich putze schliesslich auch zu Hause. Warum soll ich das also noch lernen?» Als der 19-Jährige aber durch die Lehrunterlagen blätterte, habe er gemerkt, dass zum professionellen Putzen mehr dazu gehört: «Es ist sehr wichtig, welches Putzmittel man benutzt. Bei einer professionellen Reinigung kann man viel falsch machen.»

Dies bestätigt Nicole Bernet, Leiterin der Ausbildungsstätte «Arche Hauswirtschaftliche Bildungsstätte AHA» in Basel. «Ein falsches Putzmittel kann den Boden beschädigen und so immense Kosten auslösen. Daran denken viele nicht, wenn sie hören, dass Hauswirtschaften auch ein Beruf sein kann».

Im AHA an der Friedensgasse in Basel werden vor allem Jugendliche ausgebildet, die eine spezielle Förderung benötigen. Das heisse aber nicht, dass der Beruf als Hauswirtschafter nur von Jugendlichen gewählt wird, die sonst keine Lehrstelle finden, sagt Nicole Bernet. «Angebote wie unseres gibt es in allen Berufsbereichen». Sie selber hat einen Fachhochschulabschluss als Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin.

Breite Perspektive

Neben dem Putzen gehört zur Ausbildung auch Fachwissen in den Bereichen Wäsche, Service und Küche. Die Jugendlichen können entweder eine dreijährige Lehre als Fachmann oder Fachfrau Hauswirtschaft absolvieren oder die kürzere Ausbildung als Hauswirtschaftspraktikerin. Rund 60 Jugendliche aus den beiden Basel absolvieren so eine Lehre.

Nach der Lehre habe man eine grosse Auswahl an möglichen Arbeitsplätzen, sagt Nicole Bernet: «Man kann zum Beispiel in einem Restaurant, in Alters- und Pflegeheimen oder auch im Hotel arbeiten.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)