Roche-Turm: Symbol einer Veränderung im Quartier

Der Turm verändert das Stadtbild und insbesondere auch das Quartier, in dem er steht: das Wettsteinquartier. Die Reaktionen der Bewohner auf den wachsenden Turm sind unterschiedlich. Grundsätzlich sind die Anwohner offen, auch wenn der Turm seinen Schatten voraus wirft.

Sicht auf Rocheturm von Grossbasler Rheinufer

Bildlegende: Der Roche-Turm wächst in die Höhe. SRF

«Hoch» ist er, «gewaltig» - die Bewohnerinnen und Bewohner des Wettsteinquartiers sind beeindruckt, wie viele andere Baslerinnen und Basler, die beobachten wie der Turm die Stadt schon überragt.

Im Quartier direkt unter dem Turm gibt es aber auch die Gewissheit, dass der Turm Veränderung bringt. Weil in ein paar Jahren 2000 Roche-Angestellte mehr auf dem Basler Hauptsitz arbeiten werden, zum Teil in den neuen Büros im Turm. Eine junge Frau spricht gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF von der Befürchtung, dass die Wohnungen teurer werden. Eine andere Frau vom Verkehr, der zunehmen wird.

Mehr Verkehr, teurere Wohnungen

Hans-Peter Ebneter vom neutralen Quartierverein Wettstein spricht ebenfalls diese Punkte an. Gerade der Verkehr würde ihnen Sorgen machen. Die Behörden müssten dem Quartier Zusagen machen, den öffentlichen Verkehr schneller auszubauen als geplant.
Und mit den Häusern am Burgweg, wo günstiger Wohnraum aber auch Gewerbe wegfällt, da gehe auch ein Stück Quartierkultur verloren, sagt Ebneter. In die sanierten kleinen Wohnungen würden Leute ziehen, die kaum Verbindung zum Quartier hätten.

Ein offenes Quartier

Und trotzdem, im Wettsteinquartier scheinen die Quartierbewohner offen für den hohen Turm und auch für die Veränderungen. Das bestätigt neben Hans-Peter Ebneter auch Hans Leidenfrost, seit 40 Jahren Drucker im Quartier, am Burgweg. Er erinnert sich noch gut an die letzte grosse Veränderung im Quartier, als die Brauerei Warteck ihren Betrieb einstellte: «da war es ein totes Quartier, und jetzt ist es durch die vielen Wohnungen wieder ein lebendiges Quartier geworden, darum finde ich so einen Turm eigentlich etwas gutes.»