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Basel Baselland Roller und Motorräder werden zur Kasse gebeten

Der Kanton Basel-Stadt führt eine Parkgebühr für motorisierte Zweiräder ein. Das entschied der Grosse Rat nach einer stündigen Debatte mit 50 gegen 36 Stimmen.

Legende: Video Parkgebühren für Motorräder abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.03.2013.

Das Geschäft sorgte für eine Grundsatzdiskussion, bei der sich die beiden Lager nichts schenkten. SVP und CVP beklagten, eine Gebühr für Roller würde das Umsteigen vom Auto auf Roller ausbremsen. Und für die SVP sind die geplanten 50 Rappen pro Stunde nicht moderat, sondern «Abzocke». Auch Velos brauchten Platz, reklamierten SVP, FDP und CVP.

Die Linke und die Grünliberalen erinnerten daran, dass das Volk an der Urne den Gegenvorschlag zur Städteinitiative angenommen hatte. Dieser will den motorisierten Individualverkehr um zehn Prozent reduzieren. Motorräder und Roller würden Velos von Parkplätzen verdrängen, wo sie zwei-bis dreimal soviel Platz wie Velos in Anspruch nähmen.

Das Grüne Bündnis riet den Rollerfans, doch Velo oder Elektrovelo zu fahren, was neben weniger Lärm und Abgasen auch gesund sei. Es gehe nicht um Abzocke, sondern um Kostenwahrheit. Die Grünliberalen bezeichneten Motorräder und Roller als «Dreckschleudern» verglichen mit Autos.

Regierungsrat Hans-Peter Wessels stellte Moto-Parkplätze mit zentralen Parkuhren am Rand der künftig verkehrsbefreiten Innerstadt in Aussicht.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Igor Schneider, Basel
    Und wieder hat es die Basler Regierung geschafft, diese Stadt ein Stück unlebenswerter zu gestalten. Ich gratuliere! Keine weissen Parkfelder mehr, Mittlere Brücke und St. Alban-Graben Tabuzone, Gundeli komplett Tempo 30. Wieso baut ihr eigtl. nicht eine Mauer um die Stadt und lasst einfach nur noch Pferde und Kutschen rein?? Und da fragt man sich noch, wieso Basel die Einwohner davonziehen....
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  • Kommentar von Wadelda Pip, Internet
    Neiddiskussion reloaded. Wer etwas hat, das rot-grünem und letzten Endes sozialistischem Gedankengut widerspricht (ein eigenes Auto, ein eigenes Haus, ein Töff), wird über den Tisch gezogen. An Umweltaspekten kann's nicht liegen, ist doch eine fast emissionsfreie Zukunft greifbar geworden. Und grundsätzlich: für den Unterhalt der Infrastruktur zahlt der Bürger Steuern. Zusätzliche Gebühren in dieser mittlerweile epischen Breite sind inakzeptabel. Widerlich.
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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    Elektovelo fahren sei also gesund... aber bei dem muss man doch nicht strampeln! Dafür hat's doch einen E- Motor! Wes halb soll das Ding dann gesund sein?
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