SBB planen unabhängig und warten nicht auf Central Park

Die Kapazitäten auf der Passerelle im Bahnhof SBB in Basel sind zu klein. Aus diesem Grund planen die SBB eine neue Querung der Geleise. Das Wo und Wie ist noch offen. Nur: Eine neue Passerelle könnte auch den Bau des Central Park verhindern. Trotzdem planen die SBB unabhängig weiter.

Visualsierung des Central Parks. Grüne Wiese in Abendstimmung, im Hintergrund Bahnhof-Passerelle und BIZ-Turm.

Bildlegende: So könnte der Central Park oberhalb der Gleise im Banhof SBB einst aussehen. zVg

An der ersten Mitgliederversammlung der «Neuen Gruppe Bahnhof» informierte SBB-Vertreter Urs-Martin Koch über die Pläne der Bahn im Basler Banhof SBB. Der Bedarf einer neuen Querung der Gleise sei längst erkannt. Koch zum hohen Passagieraufkommen im Bahnhof SBB:

« Wir wurden vom eigenen Erfolg überrollt »
Porträtfoto von Urs-Martin Koch. Graue, kurze Haare, Brille, Anzug mit Krawatte.

Bildlegende: Urs-Martin Koch, zuständig für die Infrastruktur der SBB in der Nordwestschweiz. SRF

Offen ist noch, wo die neue Querung zu stehen kommt. Auch sei nicht entschieden, ob sie unter oder über die Gleise gebaut werde, sagte Koch. Dieser Entscheid ist aber für die Entwicklung eines möglichen Central Parks von entscheidender Bedeutung.

Grüne Oase

Der Central Park möchte, dass über den Gleisen des französischen Bahnhofs eine Grünfläche entsteht. Baut die SBB jedoch eine Passerelle über den Gleisen, so wäre fraglich, ob und wie der Central Park realisiert werden könnte. Im Moment liegt ein Kreditbegehren für eine Machbarkeitsstudie des Central Parks beim Grossen Rat.

An der Veranstaltung der "Neuen Gruppe Bahnhof" machte Urs-Martin Koch von den SBB klar, dass die Bundesbahnen unabhängig dieser Machbarkeitsstudie weiterplanen. Bauen sie eine neue Querung über den Gleisen, dürfte dies das Aus für den Central Park bedeuten. Über einen möglichen Zeitplan schwieg sich Koch aus.