SBB sperrt Strecke zwischen Laufen und Aesch

Noch bis zum 3. August ist die Zugstrecke zwischen Aesch und Laufen komplett gesperrt. Die SBB muss auf der Strecke Unterhaltsarbeiten durchführen. Eine Totalsperrung sei die effizienteste Variante, um die Bauarbeiten durchzuführen, argumentieren die SBB.

Gelber Zugwagen

Bildlegende: Die riesige Maschine, mit welcher die Gleisarbeiten ausgeführt werden. zvg

Er wiegt 271 Tonnen und ist 98 Meter lang: der Bauzug, der eingesetzt wird, um die Geleise zwischen Aesch und Laufen zu erneuern. Die umfangreichen Unterhaltsarbeiten seien dringend notwendig, sagt Philippe Gauderon, Leiter der Infrastruktur bei den SBB: «Die Strecke hat das Ende ihres Lebensdauer erreicht. Die Geleise sind verbraucht.»

Die SBB haben sich dafür entschieden, die Bauarbeiten nicht während der Nacht durchzuführen, sondern die Strecke komplett zu sperren. Das habe mehrere Gründe, so Philippe Gauderon. «Eine Totalsperrung ist viel effizienter, so können wir schnell vorwärts machen. Ausserdem ist es günstiger.» Dazu komme, dass die Planungssicherheit bei einer Totalsperrung grösser sei. «Wir können die Ersatzbusse genau planen und es kommt nicht zu unerwarteten Zwischenfällen.»

Auf Verständnis der Betroffenen angewiesen

Für die Fahrgäste bedeutet die Totalsperrung, dass sie in Aesch in Ersatzbusse umsteigen müssen. Die Fahrt in den Bussen dauert länger als in den Zügen. Zudem müssen die Anwohnerinnen und Anwohner den Lärm der Bauarbeiten erdulden.

Philippe Gaulderon betont, dass sich die SBB sehr bemühen, die Bauarbeiten für die Anwohner so erträglich wie möglich zu gestalten. «Wir haben sehr viel in die Information investiert. Wir haben eine Hotline und eine Internetseite, wo die Anwohner ihre Anliegen deponieren können. Wir sind offen dafür, Lösungen zu finden, wenn es Probleme gibt.» Es habe bereits Rückmeldungen gegeben. Ein Anwohner habe sich über die Lichtsignale der Fahrzeuge beschwert, woraufhin die SBB diese ausgeschaltet haben.

Bei «Vollbetrieb» wäre eine Streckenschliessung unmöglich


Totalsperrung kommt im Laufental schlecht an

2:52 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 17.07.2014

Pendlerinnen und Pendler allerdings haben keine Freude an dieser Totalsperrung. Vor allem zu Stosszeiten fänden nicht alle für die gut zwanzig minütige Busfahrt einen Sitzplatz. Zudem dauert die gesamt Fahrzeit von Laufen bis Basel jetzt doppelt so lang. Laufens Stadtpräsident, Alexander Imhof, sagt, wenn nicht Sommerferien sondern «Vollbetrieb» wäre, dann wäre es nicht möglich, diese Strecke ganz zu schliessen.

Die Sperrung der Strecke Aesch-Laufen dauert noch bis zum 3. August. Anschliessend wird bis zum 10. August auf der Strecke Laufen-Délemont gearbeitet. «Diese Arbeiten sind unumgänglich dafür, dass wir weiterhin einen reibungslosen und pünktlichen Zugverkehr auf der Strecke garantieren können», so Gauderon.