Bauschaden Schimmel in Klassenzimmern in Allschwil

Landrätinnen und Landräte klagen über den schlechten Zustand in einem Allschwiler Schulhaus. Die Klagen kommen aus allen politischen Lagern. Baudirektorin Sabine Pegoraro nahm dazu nicht Stellung, schob die Schuld am schlechten Zustand der Bauten aber der Gemeinde Allschwil zu.

Kinder halten eine Hand in die Höhe und melden sich so bei der Lehrerin

Bildlegende: Glückliche Kinder in einem Schulzimmer ohne Bauschaden. Keystone

Diverse Klassenzimmer der Sekundarschule in Allschwil seien von Schimmelpilz befallen. Dies erklärte Landrat Jürg Wiedemann (Grün-Unabhängige), der selbst als Lehrer in Allschwil unterrichtet. Seine Aussage bestätigten Allschwiler Landrätinnen und Landräte quer durch die Parteien: Andreas Bamatter (SP) kritisierte, statt das Problem an der Wurzel anzupacken, mache der Kanton in Allschwil «ein Flickwerk bis zum Untergang» und Jürg Vogt (FDP) bestätigte: «Es ist so. Es hat Schimmel». Pascale Uccella (SVP), Landrätin und Schulratspräsidentin von Allschwil, kommentierte den Zustand der sanitären Einrichtungen der Turnhalle: «Ich muss ganz ehrlich sagen, dort würde ich auch nicht mehr duschen.»

Baudirektorin reagiert nicht

Auf den Vorwurf, es habe Schimmel in verschiedenen Klassenzimmern, ging Baudirektorin Sabine Pegoraro nicht ein. Sie betonte aber, der Kanton habe die Sekundarschulbauten ja erst vor kurzem von den Gemeinden übernommen. «Offenbar hat man vor der Übernahme nicht die nötigen Unterhaltsmassnahmen gemacht.» Im Klartext heisst das: Schuld sei die Gemeinde Allschwil, weil diese zu wenig Geld in den Unterhalt der Schulhausbauten gesteckt habe.

Sie machte den Kritikerinnen und Kritikern im Landrat aber doch noch ein Angebot: «Wenn dort wirklich solch apokalyptischen Zustände herrschen, kann ich dem Hochbauamt gerne sagen, man soll sich dies einmal mit ihnen ansehen.» Und Bildungsdirektorin Monica Gschwind verwies darauf, dass es bei den Sekundarschulbauten überall im Kanton Handlungsbedarf gebe. Man stehe vor einem «Berg» von Sanierungen. «Es sind riesige Investitionen nötig, es gibt einen grossen Nachholbedarf bei diesen Bauten», sagte Gschwind. Und da müsse die Regierung bei der angespannten Finanzlage des Kantons halt Prioritäten setzen.