Schnitzeljagd mit dem Tablet im Museum

Die Fondation Beyeler setzt bei der Kunstvermittlung neu auch auf Tablet-Computer. In einer speziellen Führung können Kinder und Jugendliche mit einem IPad die Ausstellung «Jean Dubuffet» erkunden. Ein Angebot, das insbesondere auch viele Schulklassen nutzen.

Familie mit Ipads in der Fondations

Bildlegende: Führung 2.0 - das Tablet erzählt die Geschichte zum Bild. zvg / Caroline Minjolle

Die «Museums-Rallye» wurde extra für die Ausstellung «Jean Dubuffet» kreiert. «Es ist eine Art Schnitzeljagd mit dem IPad», sagt Christina Müller von der Fondation Beyeler. «In jedem Raum warten Aufgaben, die man auf dem IPad beantworten muss».

So muss man zum Beispiel zwei Bilder von Dubuffet vergleichen, oder ein Bild eine Minute lang betrachten und danach Fragen dazu beantworten.

Diese Art von Kunstvermittlung sei vor allem für Kinder und Jugendliche gedacht, sagt Müller: «Viele Kinder haben Mühe damit, wenn sie einen langen Begleittext lesen müssen. Wenn sie hingegen aktiv an einer Aufgabe arbeiten können, sind sie motivierter und nehmen die Kunst auch wahr». Das Angebot werde denn auch von vielen Schulklassen genutzt.

Kein Ersatz für die Bilder an der Wand

Dass das Ganze auf einem IPad stattfindet, sei für die Fondation ein Experiment. «Gerade bei unseren zukünftigen Museumsbesuchern ist das IPad sehr beliebt. Diesen Trend wollten wir aufnehmen», so Müller. Die Gefahr, dass die Kinder dann nur noch auf den Bildschirm schauen, statt auf die Kunst, hat die Fondation dabei berücksichtigt: «Wir haben bewusst kurze Anweisungen geschrieben, die den Teilnehmer dazu auffordern, das Originalbild anzuschauen».