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Schule für offenes Lernen Die andere Schule in Liestal

An der SOL bestimmen Kinder ihren Alltag mit. Die finanzielle Situation der Schule ist jedoch angespannt.

Grosse Räume mit Sitzgelegenheiten, Bastelzimmer, Musikinstrumente oder ein Kinder-Yoga-Zimmer: Die Schule für offenes Lernen unterscheidet sich in vielen Bereichen von einem Schulhaus einer staatlichen Schule. Die gewohnten Klassenzimmer gibt es ebensowenig wie Zeugnisse und Noten.

«Die Kinder arbeiten in gemischten Gruppen von der 1. bis zur 9. Klasse, so wie an einer Dorfschule», erklärt Schulleiter Matthias Held. Der Tag beginnt mit einem grossen Frühstücksbuffet und einem Morgenkreis, an dem Schüler und Lehrer ihren Tagesablauf besprechen. «Der Bogen schliesst sich dann Ende Woche, wo die Schüler in der Schulkonferenz ihre geplanten Arbeiten präsentieren.»

Die Schülerinnen und Schüler seien gleich gefordert wie an einer staatlichen Schule, betont Held. In der Schule für offenes Lernen bleibe jedoch mehr Platz für Individualität.

Finanzielle Einschnitte

Letzten September hat das Baselbieter Stimmvolk entschieden, dass Eltern, die ihre Kinder an Privatschulen schicken, keinen finanziellen Zustupf mehr vom Kanton von 2'500 Franken erhalten. Dieser Entscheid hat auch Auswirkungen auf die Schule für offenes Lernen. «Unserer Schule geht es derzeit finanziell schlecht», sagt Stiftungsrat und Lehrer Bernhard Bonjour.

Weil die Stiftung in der Vergangenheit sparsam gewesen sei und man mehr Geld eingenommen als ausgegeben habe, könne man eine gewisse Durststrecke überstehen. «Wir machen weiter und könnten diese Durststrecke in paar Jahre durchhalten», hält Bonjour fest und ergänzt: «Wir hoffen, dass in der Politik das Bewusstsein wieder kommt, wie wichtig die Vielfalt in der Bildung ist, dass es Platz hat für Schulen, die anders funktionieren. Damit wirklich auch alle Kinder auf ihre Rechnung kommen.»

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