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Schulstreik für das Klima Basler Erziehungsdepartement kommt Schülern entgegen

Keine unentschuldigte Absenzen im Zeugnis wegen des Klimastreiks – das war der Wunsch vieler Schülerinnen und Schüler. Die Basler Regierung ist auf diesen Vorschlag ein Stück weit eingegangen und hat eine Lösung präsentiert.

Wie in anderen europäischen Städten haben Ende Dezember auch im Kanton Basel-Stadt eine grosse Gruppe von Schülerinnen und Schüler im Rahmen des internationalen Klimastreiks demonstriert. Dafür blieben sie dem Unterricht unentschuldigt fern. Dasselbe geschah auch Ende Januar. Das gab unentschuldigte Absenzen.

Legende: Video Aus dem Archiv: Schüler demonstrieren wieder für den Klimaschutz abspielen. Laufzeit 04:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.02.2019.

Nun hat das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt festgelegt, welche Regelung bei Klimademos von Schülern künftig gelten soll.

Für künftige Demonstrationen sollen Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit erhalten, pragmatische Lösungen mit ihren Schulklassen vereinbaren zu können, heisst es in einem Schreiben an die Schulen. Die Lehrpersonen haben die Möglichkeit, Kompensationslösungen zu ermöglichen.

Ins Rollen gebracht hatte diese Regelung eine Schülerdelegation, die Mitte Januar vom Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer empfangen wurde. Die Schüler hatten vorgeschlagen, gemeinnützige Arbeit, wie etwa Pflege und Reinigung des Rheinufers, zu verrichten. Damit sollten sie ihre Streik-Absenz kompensieren zu können.

Bisherige Absenz-Einträge bleiben

Ein entscheidender Punkt in den neuen Vorgaben: Alle Lösungen und Absprachen müssen vorher getroffen werden. Für die beiden bisherigen Freitags-Demos in der Basler Innenstadt heisst das: Wer daran teilgenommen hat, behält seinen Absenz-Eintrag.

Lehrpersonen sind zudem nicht verpflichtet, Hand für eine Lösung zu bieten. Der Schulstoff, insbesondere Prüfungen, haben Vorrang. Andererseits gewährt das Schreiben den Lehrpersonen sogar die Möglichkeit, Unterricht zu verschieben, sofern die Schulleitung zustimmt und die Verschiebung von der ganzen Klasse getragen wird.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Fabrizio Gamp (Fgamp)
    Intelligenz scheint bei Schulbehörden verlorenzugehen. Das Missachten von schulischem Lernen bleibt erlaubt... Vorschlag: Bei unerlaubten aber sinnvollen Absenzen sollten mehr als ein Klassenschüler/in teilnehmen müssen, wobei einer dieser Schüler in Schulstunde anwesend bleiben muss und danach in der Freizeit den Abwesenden Nachhilfe gibt, damit alle die aufgetragenen Übungsaufgaben/Schulbuchlesen erfüllen können. So würden Schüler auch zielorientierte Zusammenarbeit und Organisation lernen...
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  • Kommentar von b. glaset (glaset)
    unerständlich, dass die Regierung hier schon einknickt, umsomehr die Schüler ja auch nicht bereit sind, die Schulhäuser nur um 2-3 Grad Celsius weniger warm zu heizen, nicht mehr in Urlaub zu fliegen und schon gar nicht Kleider aus Schweizer Produktion zu kaufen.
    Alles nur organisiert von grünen Organisationen und entsprechenden Parteien, auf Kosten der Kinder.
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    1. Antwort von E. R. Röthlisberger (sodeli)
      Das ist ein gutes Zeichen der Regierung, die etwas weiter sieht und die Schulkinder richtig abholt.Warum einknicken, wenn die Milch 2-3 Grad kühler ist, damit die Flecken auf den ausländischen Kleidern ohne Grünflüssigputz leichter weggewaschen werden kann. So organisiert sich jeder Metzgermeister und weg ist die Kuh auf der Weide. Freudiges strahlen bei den Kindern. Warum?
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  • Kommentar von urs bilger (urs bilger)
    und weshalb gehen sie nicht während schulfreizeiten demonstrieren - hää ?
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    1. Antwort von Philippe Sauter (PhilS)
      Weil sie am Tag der Demo nunmal Schule hatten und man bei einer Demo nicht einfach sagen kann „mir würde aber am Samstag besser gehen“.
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    2. Antwort von Markus Baumann (pierrotlunaire)
      @Sauter Man könnte die Demo ja auf einen Samstag oder Sonntag oder in die Schulferien legen. Wäre logistisch null Problem und dem Klima schlicht egal.
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