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Basel Baselland Schweizer Tropen-Institut feiert und blickt in die Zukunft

Mitten in die Zeit des Zweiten Weltkriegs fällt die Gründung des Schweizerischen Tropen-Institut in Basel. Die Geschichte des Institutes ist deshalb auch verbunden mit derjenigen der Kolonisierung und der Entkolonisierung. Heute plant das Institut einen Orts- und Kantonswechsel.

Das Gebäude des Tropen-Institutes in Basel, vorne zwei Bäume
Legende: 70 Jahre alt: das Schweizerische Tropen-Institut in Basel. Foto Juri Weiss

Im Mai 1944, also mitten im Zweiten Weltkrieg, fand die Gründung des Schweizerischen Tropen-Institutes in Basel statt. Im Gegensatz zu solchen Instituten in Ländern mit einer kolonialen Geschichte wie Frankreich, England oder Belgien standen bei der Gründung des Schweizer Institutes andere Motive im Vordergrund: nämlich die Angst vor Massen-Arbeitslosigkeit. Schweizer, die vielleicht in tropischen Ländern, zum Beispiel in Afrika, eine Stelle suchen würden, sollten gesund und möglichst immun gegen Tropen-Krankheiten dort hin fahren.

1956 eine erste Dependance errichtet

Zwölf Jahre nach der Basler Gründung konnte zum ersten Mal in Ost-Afrika eine Art Dependance des Tropen-Institutes errichtet werden. Dies habe Schweizer Ärzte auch dorthin geführt, erzählt im Beitrag des «Regionaljournal Basel» von Radio SRF in einer historischen Aufnahme der Gründer des Institutes, Rudolf Geigy.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die damals in den Tropen arbeiteten und auch lebten, hätten sich beispielsweise auch mit Elefanten auseinandersetzen müssen, welche nicht weichen wollten und sich auch als starrsinnig erwiesen: «An ihnen war kein Vorbeikommen.»

Heute heisst das Institut Swiss Tropical and Public Health Institute, hat 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist auch in vielen Ländern tätig.

Das Institut überlegt sich selbst schon länger einen Umzug aus dem Kanton Basel-Stadt in den Nachbar-Kanton Basel-Land, genauer nach Allschwil beim Bachgraben-Areal. Darüber gesprochen wird schon lange, fix ist allerdings noch nichts. Der heutige Leiter Marcel Tanner, der bald selbst in den Ruhestand geht, erhofft sich aber von einem solchen Ortswechsel einen grossen Synergie-Effekt. Entsprechend sagt er gegenüber dem Regionaljournal Basel: «Wir möchten ja nicht einfach irgendwohin umziehen sondern wir wollen in einem stimulierenden Umfeld sein und auch bleiben.»

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