Schweizerische Rheinhäfen wollen Basler Rheinboden senken

Die Schweizerischen Rheinhäfen denken an einer Vertiefung des Rheines herum. Damit sollen die Frachtschiffe auch bei tiefem Wasserpegel zu den beiden Ölhäfen in Muttenz und Birsfelden gelangen. Bisher mussten die Schiffe jeweils umladen, was eine Verzögerung bedeutete.

Ein Schiff ist vertäut in der Nähe des Rheinufers.

Bildlegende: Frachtschiffe wie dieses sollen zukünftig einfacher zum Birsfelder Hafen fahren können. Keystone

Ziel sei es, den Boden um etwa 30 cm zu senken, sagt Hans-Peter Hadorn, Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen. Damit könne man sicherstellen, dass die Schiffe auch im Sommer durch die Stadt kommen. Denn: «Wegen dem Klimawandel gibt es immer grössere Schwankungen beim Wasserpegel. Im Sommer, bei tiefem Wasserpegel, könnten die Schiffe oftmals nur einen Teil ihrer Ladung mitnehmen, und müssten den Rest zwischenlagern.»

Bei den Bauarbeiten werde darauf geachtet, dass die Fische nicht darunter leiden. «Wir legen die Bauarbeiten auf die zweite Jahreshälfte, also dann, wenn die Fische nicht laichen», so Hadorn. Dies habe man mit dem Amt für Umwelt und Energie so besprochen. Von der Senkung betroffen sei nicht eine ganze Fläche im Rhein, sondern nur ein paar Stellen zwischen der Dreirosenbrücke und der Birsmündung, erläutert Hadorn weiter. Etwa 10'000 Kubikmeter Geröll und Boden würden entfernt.

Verbindungsgleis zu Schweizerhalle

Die Schweizerischen Rheinhäfen präsentierten ausserdem ein Projekt am Muttenzer Auhafen. Sie wollen ein zweites Gleis bauen, welches den Hafen mit dem Areal Schweizerhalle verbindet. Damit werde sichergestellt, dass die Ölladungen verteilt werden können, auch wenn das andere Gleis blockiert ist. Ausserdem würden die nahe gelegenen Firmen von diesem Hafenanschluss profitieren. Der Bahnanschluss soll 2020 fertig sein und 35 Millionen Franken kosten. Diese Kosten übernimmt vollumfänglich der Bund.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)