Schwere Zeiten für die Kammermusik in Basel

Der Kanton Basel-Stadt streicht die Subventionen für die «Internationale Gesellschaft für Neue Musik». Damit ist die Zukunft des Konzertveranstalters für Kammermusik ungewiss.

Die Internationale Gesellschaft für Neue Musik bangt um ihre Zukunft.

Bildlegende: Die Internationale Gesellschaft für Neue Musik bangt um ihre Zukunft. zVg

Seit 1927 bietet die Sektion Basel der «Internationalen Gesellschaft für Neue Musik» (IGNM) der Kammermusik in Basel eine Plattform. Die IGNM ist weltweit die bedeutendste Dachorganisation zur Förderung von zeitgenössischer, so genannter Neuer Musik. Nun muss die Sektion Basel auf 50‘000 Franken Subventionen pro Jahr des Kantons Basel-Stadt verzichten.

«Ich bin aus allen Wolken gefallen, wir sind konsterniert», sagt ein hörbar bestürzter Lars Werdenberg vom IGNM-Vorstand zum «Regionaljournal» von Radio SRF. Dass die IGNM erst jetzt von der Subventionsstreichung erfährt, sei für die Gesellschaft besonders bitter, da das Programm für das Jahr 2014 bereits geplant sei. «Wir wissen nun nicht, ob wir die Konzerte überhaupt durchführen können», so Lars Werdenberg. Die Zukunft der IGNM ist also ungewiss, da die Subventionen des Kantons den Hauptanteil des Budges ausmachen.

Auch beim zuständigen Basler Präsidialdepartement ist man sich bewusst, dass die Subventionsstreichung die Gesellschaft hart treffe und auch, dass der Zeitpunkt der Bekanntgabe ungünstig sei. Jeanette Voirol von der Abteilung Kultur: «Der Zeitpunkt ist systembedingt so spät, da wir zuerst die Budgetentscheidungen des Regierungsrates abwarten mussten. Daher war es nicht möglich, die IGNM früher zu informieren.»

Es werde nun gemeinsam mit der Gesellschaft nach Überbrückungslösungen für 2014 gesucht. Der IGNM werden die Subventionen deswegen gestrichen, weil der Kanton Basel-Stadt in der Musikszene neue Akzente setzen möchte, deswegen werden die Gelder nun umverteilt.