Schwitzen im Trainingscamp des Basler Jugendzirkus Basilisk

Draussen vor dem Zirkuszelt jonglieren ein paar Jungs mit Keulen. Im Zelt drinnen versucht eine Handvoll Mädchen, das Rhönrad in den Griff zu bekommen. Und daneben führen Jugendliche akrobatische Kunststücke aus, die aber noch nicht ganz gelingen - Willkommen im Trainingscamp.

Menschenpyramide - sie wackelt

Bildlegende: Artistinnen vom Jugendzirkus Basilisk im Trainingslager beim Zoll Otterbach. SRF

Auf dem ganzen Areal beim Zoll Otterbach sieht es nach Zirkus aus - schon Wochen bevor die Tournee des Jugendzirkus Basilisk startet. Die Artistinnen und Artisten sind im Trainingslager. Sie üben ihre Nummern, mehrere Stunden täglich.

Elf junge Frauen und ein junger Mann versuchen sich in der Partnerakrobatik: «Die eine Nummer sieht aus wie ein Spalentor», erläutert ein Mädchen: Eine junge Frau macht den Spagat auf den Schultern ihrer Kolleginnen. Doch beim Auf- und Abgang hapert es noch ein wenig. Da komme es auch mal vor, dass man herunter falle, sagt eine Artistin. Aber das gehöre dazu.

Verletzungen gehören auch dazu - wie bei jedem Sport. Es sei auch schon vorgekommen, dass während der Tournee ein Kind aufgrund einer Verletzung ausgefallen sein, sagt Nathalie Brügger, die artistische Leiterin des Jugendzirkus Basilisk: «Dann übernehmen andere Kinder dessen Rolle». Das sei kein Problem.

Das Training neben dem Training

Damit die Nummern alle klappen, ist monatelanges Training gefordert. Im Oktober bereits beginnen jeweils die Vorbereitungen für die Tournee im Sommer. Richtig intensiv ist es im Trainingslager um Ostern. Während einer Woche werden mehrere Stunden täglich geprobt und an den Nummern gefeilt, bis jeder Handgriff mehr oder weniger sitzt. Dazu gehört aber auch das ergänzende Training: Krafttraining, Stretching und Ausdauer. «Wir machen die Kinder fit», sagt Brügger und hofft, dass auch neben dem offiziellen Training zu Hause fleissig geübt wird.

(borj/kenc/racc, Regionaljournal Basel, 17:30)