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Basel Baselland «Serienvergewaltiger»: Lebenslängliche Vewahrung

Seit Dienstag stand ein 56-jähriger Mann in Basel vor Gericht. Er musste sich wegen drei Sexualdelikten verantworten. Heute fällte das Strafgericht das Urteil. Der Mann muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Dann wird der lebenslang verwahrt. In einem Fall kam es allerdings auch zu einem Freispruch.

Legende: Video «Vergewaltiger Markus W. wird verwahrt» abspielen. Laufzeit 3:18 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.07.2013.
Zaun, dahinter ist ein weisses Auto sowie Menschen
Legende: Der Prozess am Basler Strafgericht dauerte vier Tage. Keystone

Verurteilt wird der 56-jährige Mann wegen mehrfacher sexueller Nötigung und einfacher Körperverletzung. Er muss zwei seiner Opfer je 10'000.-- Franken Schadensersatz bezahlen.

Das Gericht befand, dass der Verurteilte ständig neue Versionen ins Spiel gebracht und sich in Widersprüche verstrickt habe. Es treffe den Verurteilten ein schweres Verschulden. Er habe das Vertrauen von Opfern und Behörden schamlos ausgenutzt. Es bestehe absolut kein Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussagen desjenigen Opfers, das den Fall in Basel ins Rollen gebracht hat.

Ein Freispruch

Das Gericht folgte der Staatsanwaltschaft, die eine sechsjährige Freiheitsstrafe forderte, nicht in allen Punkten. Bei einem der drei Opfer kam es sogar zu einem Freispruch für den Angeklagten. In diesem Falle, so das Gericht, gäbe es keine Hinweise auf sexuelle Handlungen und es gäbe teils widersprüchliche Aussagen des Opfers.

Der Fall hatte in der ganzen Schweiz eine grosse Beachtung gefunden. Die Staatsanwältin sprach in ihrem Plädoyer von einer «Chronik angekündigter Verbrechen».

Der Verteidiger seinerseits meinte, die Aussagen der Frauen, die der Beschuldigte betäubt und sexuell missbraucht haben soll, würden für einen Schuldspruch nicht ausreichen.

kohd

2 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Wutz, Gerlafingen
    Und woher will der die 20 000.- nehmen? Muss wohl wieder der Saat blechen... @F.Nanni: Für den Staat ist es billiger, wenn die Psychiater weiterhin Gutachten verfassen, statt im Bau zu hocken. Die würden sicher VIP-Service beanspruchen. Wenn man ehrlich ist, spielt es keine Rolle, wenn einer weg ist, kommt der nächste "Fachidiot" an seine Stelle...
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Und die Psychiater, die ihn nach 1999 wieder auf "freien Fuss" setzten (Freigang=Knastferien) sollen gleich mit in den Knast... Diese haben naehmlich die neuerlichen Vergewaltigungen zu verantworten, nicht dieser kranke Verbrecher! Dessen Zwangsverhalten war ja schlussendlich bekannt!
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