Sinfonieorchester übertrifft eigene Erwartungen

Der Neustart des Basler Sinfonieorchesters scheint gelungen. Die Konzerte sind besser besucht als früher. Im Herbst hatte sich das Sinfonieorchester von der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel getrennt, um sich als wichtiges Basler Orchester besser positionieren zu können.

Auf der Bühne das Orchester, davor und seitlich auf dem Balkon das Publikum. Von der Decke hängen zwei Kronleuchter in den Saal hinein, im Hintergrund eine grosse Orgel.

Bildlegende: Das Sinfonieorchester Basel bei einem Konzert im Stadtcasino. Andreas Hidber

Seit September veranstaltet das Basler Sinfonieorchester (SOB) seine Konzerte nicht nur selber, es hat auch einen künstlerischen Manager angestellt. Hans-Georg Hofmann soll das Profil dieses wichtigen, mit rund 14 Millionen Franken subventionierten Basler Orchesters schärfen.

Die Erwartungen in Bezug auf mehr künstlerische und unternehmerische Eigenständigkeit seien nach der ersten Saison bei weitem übertroffen worden, lautet die Zwischenbilanz der Verantwortlichen des Basler Sinfonieorchesters.

So seien die Konzerte mit 70 Prozent besser ausgelastet gewesen als in früheren Spielzeiten, wo die Auslastung bei 50 Prozent oder darunter lag, sagte SOB-Geschäftsführer Franziskus Theurillat. Auch sei das Publikum jünger und durchmischter als früher, wenngleich genaue Zahlen dazu noch nicht vorlägen.

Das Sinfonieorchester hat verschiedene neue Partnerschaften abgeschlossen, etwa mit der Basellandschaftlichen Zeitung und Telebasel, mit der Paul Sacher-Stiftung und dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel. Zudem seien genug Drittmittel eingeholt worden, um – auch ohne den üblichen Zuschuss der AMG – das letzte Defizit zu decken.

Das Sinfonieorchester blickt daher zufrieden in die Zukunft und setzt in der Saison 2013/14 auf ein Programm, das unbekannte Werke mit Klassikern der Romantik und Moderne kombiniert und besondere Schwerpunkte bietet. Zum Beispiel im April Konzerte zu Minimal Music mit Werken von Philip Glass, Michael Nyman oder Arvo Pärt. Mit besonders bekannten Solisten wie dem mit Crossover zum Weltstar gewordenen Geiger David Garrett will der Konzertveranstalter in eigener Sache künftig das Publikum bei der Stange halten.