Sissacher Fasnachtszeitung «Glöggeliwagä» wird 75

Die Fasnachtszeitung «Glöggeliwagä» erscheint seit 1938 an der Sissacher Fasnacht. Der Inhalt der Zeitung bleibt bis zum Fasnachtstag unbekannt. Und unbekannt sind auch die Autoren. In Sissach versteht man es, das Geheimnis zu hüten.

Kopfteil des Glöggeliwagens, der Sissacher Fasnachtszeitung

Bildlegende: Gloeggeliwagä: Sissacher Fasnachtszeitung SRF

«Glöggeliwagä», so hiess früher die Kehrichtabfuhr. Der Wagen klingelte in den Strassen, so dass die Leute wussten, dass sie den Abfall runterbringen können. So sammeln die Autoren der Fasnachtszeitung Glöggeliwagä das Jahr über all das, was spannend sei, was nicht in der Reihe laufe. Erklärt Andreas Lutz, Mitglied der Sissacher Fasnachtsgesellschaft.

Fasnachtszeitungen gab es früher in vielen Gemeinden, die meisten sind aber verschwunden, da es immer weniger Leserinnen und Leser gab. In Sissach habe man das Glück, dass die Zeitung am Fasnachtssonntag selber verkauft werde, da werde sie gekauft. Ausserdem würde der «Glöggeliwagä» auch Themen aus den umliegenden Gemeinden aufgreifen, das würde die Reichweite erhöhen.

« Es gibt Vermutungen, wer die Autoren sind »

Die Redaktion sei engagiert, sagt Andreas Lutz, auch wenn er weder weiss, wieviele Autoren und Autorinnen für den «Glöggeliwagä» schreiben, noch wer sie alle sind. Das ist geheim. «Wenn man in Sissach auf der Strasse fragen würde, gäbe es Vermutungen, die vermutlich recht nah an der Wahrheit wären.» Aber alle die mitmachen halten sich daran und plaudern auch die Themen nicht aus, die im «Glöggeliwagä» drankommen.