Skurile Sammelwut im Museum

Das Museum BL setzt sich in seiner neuen Dauerausstellung «Bewahre! Was Menschen sammeln» mit privaten Sammlungen auseinander. Dabei stellt das Museum allerlei skurrile Sammlungen aus, wie beispielsweise diejenige eines Mannes, der während Jahrzehnten Aprilscherze zusammentrug.

Alleilei Ausstellungsgegenstände, unter ihnen Radio, Lampe, Schreibmaschine und mehr.

Bildlegende: Sammeln Das Museum BL stellt privaten Sammlern Platz zur Verfügung und stellt deren Sammlungen aus. zvg

Das Museum BL gibt in seiner neuen Dauerausstellung Sammlern Platz: Die Ausstellung «Bewahre! Was Menschen sammeln» widmet sich privaten Sammlungen - skurilen privaten Sammlungen. Im Estrich des Gebäudes stellt das Museum BL neun private Sammlungen aus, die bereits bestehen und stellt deren Sammler vor.

Zu sehen ist zum Beispiel eine Wand vollgeklebt mit Zeitungsartikeln. Es ist die Sammlung eines Mannes, der seit Jahrzehnten Aprilscherze zusammenträgt. Ursprung seiner Sammlung: Er wurde am 1. April geboren und bekam vor vielen Jahren von seiner damaligen Freundin einen Ordner mit Zeitungsartikeln mit Aprilscherzen. Diese verhältnismässig kleine Sammlung erweiterte er in den folgenden Jahren stetig.

In einer anderen Ecke finden sich haufenweise Plastikgegenstände. Es ist dies die Sammlung eines Mannes, der sich derart für den Hartplastik Bakelit faszinieren liess, dass er während Jahren Gegenstände zusammentrug, die aus Bakelit gefertigt sind.

Wandelbare Ausstellung

Die neue Dauerausstellung des Museums BL ist allerdings nicht immer gleich. «Wir wollen verschiedenen Sammlern Platz geben», sagt Kuratorin Saskia Klaassen gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Die einzelnen Ausstellungsplätze seien auswechselbar. Dies, da sehr viele Menschen Sammeln würden. «Das kommt ursprünglich aus einer Vorratshaltung», sagt Klaassen. Und weiter: «Sammeln macht den Menschen Freude und gibt ihnen Halt.»

Die Ausstellung «Bewahre! Was Menschen sammeln» eröffnet am 21. September.