Soll in Basel der Staat in den Wohnungsmarkt eingreifen?

Die SP-Initiative «Wohnen für alle» verlangt, dass eine Stiftung für den Bau von günstigem Wohnraum sorgt. Der Kanton soll die Stiftung mit einem Kapital von 50 Millionen ausrüsten.

Baustelle

Bildlegende: Eine mit 50 Millionen Franken ausgestattete Stiftung soll für mehr günstige Wohnungen sorgen. Colourbox

Wer in Basel eine günstige Wohnung sucht, muss sich auf eine lange Suche einstellen. Die Leerstandsquote ist auf einen neuen Tiefstand von 0.2 Prozent gesunken. Immobilienportale listen zum Beispiel am heutigen Stichtag nur gerade zwei, drei 4-Zimmer-Wohnungen in Basel auf, die weniger als 2000 Franken Miete kosten.

Diesen Notstand will die SP-Initiative «Wohnen für alle» angehen. Über diese Initiative stimmen die Basler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 8. März ab. Die Initiative verlangt, dass der Kanton eine öffentliche Stiftung gründet und diese mit 50 Millionen Franken ausstattet.

Mit dem Geld soll diese Stiftung Boden kaufen und zu günstigen Kondidtionen als Wohn- und Gewerberaum «entwickeln» oder an Wohnbaugenossenschaften vergeben. In Zürich gibt es bereits seit 25 Jahren eine solche Stiftung. Dort ist diese politisch breit abgestützt. In Basel hingegen ist diese Idee umstritten.

Im Streitgespräch macht sich der Jungsozialst und Architekt Lukas Gruntz stark für die Initiative. Diese werde dafür sorgen, dass es in Basel wieder mehr günstige Wohnungen gebaut würden. CVP-Grossrat Remo Gallacchi hingegen warnt vor der Initiative. Indem der Kanton eine Stiftung einrichte, sei noch keine einzige neue Wohung gebaut.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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