St. Jakob-Arena bleibt wichtiger Eistempel für die Region

Die Hiobsbotschaft kam am Montag: Der Basler Eishockeyclub EHC ist konkurs. Was aber geschieht mit dem Heimstadion der Sharks, der St Jakob-Arena? Diese Frage beschäftigt vor allem die private Genossenschaft, die die Arena betreibt. Aber auch der Kanton hat Interesse an einer funktionierenden Halle.

leere St. Jakob Arena

Bildlegende: Soll nach dem Konkurs des EHC Basel nicht das ganze Jahr leer stehen: Die Eisfläche der St. Jakob-Arena. Keystone

Die St. Jakob-Arena gehört zu den modernsten Eissportanlagen in der Schweiz. Seit Montag ist aber klar: In dieser Halle findet kein Spitzeneishockey mehr statt. Der EHC Basel, der in der zweithöchsten Schweizer Liga spielte, ist konkurs.

Dass die Eishalle weiterhin dem Eissport zur Verfügung steht, ist ein wichtiges Anliegen des Basler Sportministers, Christoph Eymann: «Die Halle ist ein wichtiger Teil des gesamten Angebots an Eisflächen in der Region.»

Marode staatliche Anlagen

Der Kanton Basel-Stadt betreibt selbst zwei Eisanlagen: Die Kunsteisbahnen Eglisee und Margarethen. Beide Anlagen haben aber ein Problem: Sie sind in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden. Allein die Sanierung der Kunsteisbahn Margarethen kostet rund 24 Millionen Franken. Viel Geld, das der Sportminister aber gerne investiert: «Die Kunsteisbahn Margarethen hat so viel Tradition und Rückhalt», so, dass eine Schliessung darum nie in Frage gekommen sei.

Soll aber der Staat 24 Millionen Franken in eine marode Kunsteisbahn investieren, auch wenn man allenfalls eines der modernsten Stadien übernehmen könnte? Christoph Eymann wird deutlich. Es sei erstens überhaupt nicht klar, ob der Kanton je die St. Jakob-Arena übernehme werde. Und zweitens - sollte die Übernahme passieren - dann würde die St. Jakob-Arena die Kunsteisbahn Margarethen nicht ersetzen. Grund: Es braucht all die Eisflächen, um den reibungslosen Betrieb aufrecht zu erhalten.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)