Stadtbildkommission will mehr Dialog und weniger Entscheide

Die Basler Stadtbildkommission will ihr Image aufpolieren und künftig vermehrt mit Architekten und Bauherren diskutieren.

Turm der Firma Lonza, schräg von unten aufgenommen.

Bildlegende: Als die Kommission Solarzellen auf dem Lonza-Turm verbot, stiess der Regierungsrat nach Protesten den Entscheid um. Keystone

Reden, anstatt Entscheiden. Dialog, anstatt Daumen rauf oder runter. Das sind die Ziele der Basler Stadtbildkommission. Das «Verhinderer-Image», das der Kommission anhaftet, störe die Mitglieder, war an der Medienkonferenz am Dienstagnachmittag zu erfahren. Der Präsident der Kommission, Martin Steinmann, sagte: «Es stört mich, weil der Vorwurf ungerecht ist und nicht stimmt.» Die Mehrheit der Anfragen werde nämlich positiv beantwortet.

Weiterentwickeln, anstatt verbieten

Künftig wolle man mit Bauherren und Architekten den Dialog besser pflegen. «Wir versuchen, dem Gesuchsteller diese oder jene Aspekte schmackhaft zu machen», sagt Steinmann. «So sollen Projekte gefördert und weiter entwickelt werden.»

Der einzelne Hausbesitzer sehe nur sein Haus, wenn er etwas daran umbauen wolle. Die Kommission hingegen sehe die ganze Strasse, hiess es. Und dies habe ab und zu zur Folge, dass Entscheide und Einschätzungen der Stadtbildkommission auf Unverständnis stossen - bei Bauherren und in der Bevölkerung.

Solarzellen und Fahnenstreit

Einer dieser Entscheide, die in der Bevölkerung auf Unverständnis stiess, war 2011 das Verbot der Kommission, am Lonza-Turm Solarzellen zu montieren. Diesen Entscheid machte der zuständige Regierungsrat Hans-Peter Wessels allerdings kurz darauf rückgängig. Noch im selben Jahr wurde die Kommission umgebildet und bekam in der Folge weniger Kompetenzen.