Sparen Baselland Streicht das Baselbiet Unterstützungsbeiträge an Privatschulen?

Wer im Kanton Baselland sein Kind auf eine Privatschule schickt, bekommt für das Schulgeld finanzielle Unterstützung. Geht es nach dem Willen der Baselbieter Regierung, wird dieser Zustupf aber gestrichen. Heute entscheidet der Landrat über diese Sparmassnahme.

Kinder in der Schule

Bildlegende: Die Baselbieter Regierung will die Unterstützungsbeiträge für Kinder an Privatschulen streichen. Keystone

Privatschulen sind für Kinder, die in der Regelschule Schwierigkeiten haben, oft eine willkommene Alternative. In der Region sind das zum Beispiel die Rudolf Steiner-Schule in Pratteln oder die Schule für offenes Lernen in Liestal.

Aktuell zahlt der Kanton an das Schulgeld für Kinder, die solche Privatschulen besuchen, jährlich 2'500 Franken. Damit sollen auch Mädchen und Jungen aus einfachen Verhältnissen die Möglichkeit haben, auf eine Privatschule zu gehen.

Offenes Sparpotential

Doch jetzt soll damit Schluss sein. Die Baselbieter Regierung will im Rahmen des Sparpakets diesen Beitrag streichen und damit pro Jahr 3.7 Millionen Franken sparen. Die vorberatende Landratskommission sprach sich grundsätzlich für diese Sparmassnahme aus. Nur in Härtefällen sollen Familien weiterhin vom Kanton Unterstützung bekommen.

Wie eine solche Härtefallregelung aussehen könnte, wollte die Kommission jedoch nicht entscheiden. Diese Aufgabe überlässt sie der Regierung. Und so bleibt unklar, wie viel Geld der Kanton sparen würde, falls der Landrat heute dem Vorschlag der Kommission zustimmen würde.