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André Auderset (LDP, links) ist für eine rasche Lockerung der Corona-Massnahmen, Joël Thüring (SVP) ist deutlich vorsichtiger.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 22.05.2020.
abspielen. Laufzeit 15:44 Minuten.
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Streitgespräch «Wir müssen wieder zurück zur Normalität.»

Die beiden Basler Grossräte André Auderset (LDP) und Joël Thüring (SVP) sind unterschiedlicher Meinung, wann und wie die Corona-Massnahmen gelockert werden sollten.

Für gewöhnlich sind sie politisch meistens einer Meinung. Joël Thüring (SVP) und André Auderset (LDP), die beide jeweils eine bürgerliche Partei im Basler Grossen Rat vertreten. In der Frage, wie schnell und in welchem Umfang die Corona-Massnahmen gelockert werden sollten, gehen ihre Ansichten aber diametral auseinander. Dies hat sich in den letzten Tagen gezeigt, als sich beide in den sozialen Medien sehr unterschiedlich zu den Vorkommnissen in der Steinenvorstadt äusserten, als am vergangenen Wochenende Dutzende Menschen in der Basler Ausgehmeile feierten.

Das Regionaljournal Basel hat die beiden deshalb am Freitag zu einem Streitgespräch eingeladen. Thüring, welcher der Auffassung ist, dass sich Gastbetriebe und Besucher auf jeden Fall an die Regeln des Bundes zu halten hätten, nicht zuletzt weil man sonst alle Erfolge, die im Kampf gegen das Corona-Virus erzielt worden sind, gefährde. Auderset, der es entspannter sieht, verstehen kann, dass sich die Menschen nach acht Wochen in den eigenen vier Wänden wieder treffen wollen und auch sagt, die Massnahmen seien nicht mehr kohärent und für die Bevölkerung nicht mehr nachvollziehbar.

«Auch ich kann das Bedürfnis nachempfinden, dass die Leute wieder mehr Freiheiten wollen», sagt Thüring. «Aber wenn wir jetzt nachlassen, dann ist garantiert, dass eine zweite Welle an Corona-Ansteckungen kommt.» Auderset erwidert, dass es mittlerweile kaum mehr «aktive» Fälle gebe. «Wir haben in Basel-Stadt aktuell noch 15 infizierte Personen», sagt Auderset. «Damit geht das Ansteckungsrisiko gegen Null, auch wenn es in der Steinenvorstadt vielleicht mal enger wird.»

Dieses kleine Risiko könne man in Kauf nehmen, sagt Auderset. «Wir müssen wieder zurück zur Normalität.» Thüring widerspricht. Er glaubt nicht, dass grössere Veranstaltungen wie Konzerte, Sportveranstaltungen mit Zuschauern, die Herbstmesse oder die Fasnacht wieder stattfinden können, bis ein Impfstoff gegen Covid19 gefunden ist. «Solange das Virus da ist, ändern sich die Regeln nicht, müssen wir Abstand zueinander halten.» Ein Zukunftsszenario, dass für Auderset «nicht akzeptabel» ist.

Regionaljournal Basel; 17.30;

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