SVP-Ja zu Ecopop beunruhigt FDP- und CVP-Exponenten nur wenig

Die SVP Basel-Land befürwortet die Ecopop-Initiative: diese Tatsache sorgt bei den bürgerlichen Partnern der Partei, nämlich der FDP und der CVP, für ein gewisses Stirnrunzeln. Die Zusammenarbeit bei den Gesamterneuerungs-Wahlen am 8. Februar 2015 sehen sie aber nicht gefährdet.

Wahlplakate vor dem Regierungsgebäude in Liestal

Bildlegende: Die Büza bei den Wahlen vom 8. Februar 2015 - hier der Blick auf 2011 - sei durch Ecopop nicht gefährdet. Keystone

Dass die SVP-Delegierten kürzlich gegen den Willen der Parteispitze für die Ecopop-Initiative eingetreten waren, haben die Fraktionspräsidenten der bürgerlichen Partner von CVP und FDP, Felix Keller und Rolf Richterich, durchaus zur Kenntnis genommen, vor allem bei der CVP, welche die Initiative einstimmig ablehnt, sei dies sogar mit einem «gewissen Unverständnis» passiert, sagt Felix Keller.

Nur ein Warnsignal?

Doch wollen beide Bündnis-Partner diese Tatsache auch nicht überbewerten. Die eigenen Wählerinnen und Wähler seien durchaus in der Lage, das SVP-Ja entsprechend einzuordnen, sagt etwa der Freisinnige Rolf Richterich: «Diese Parole ist auch ein gewisses Warnsignal.»

Ein Warnsignal, das aufzeige, dass auch in bürgerlichen Kreisen das Anliegen Sympathie geniesse und darum auch ernsthaft bekämpft werden müsse.

Und SVP-Präsident Oskar Kämpfer, der sich mit seiner Nein-Parole innerparteilich nicht hatte durchsetzen können, meint: «Ich habe bis jetzt keine Rückmeldung aus den beiden anderen Parteien, dass diese Parole ein Problem für die nächsten Wahlen sein könnte.»

(Regionaljournal Basel, 6.32 Uhr)