SVP-Präsident Kämpfer nimmt seinen Vorgänger in die Pflicht

SVP-Präsident Oskar Kämpfer will den Vorwurf, die zurückgetretene Landratspräsidentin Daniela Gaugler im Vorfeld nicht genügend überprüft zu haben, nicht auf sich sitzen lassen. Es wäre auch die Sache seiner Vorgänger gewesen, Schwachstellen der Kandidatin zu prüfen, meint Kämpfer.

Portraitaufnahme von Oskar Kämpfer

Bildlegende: Oskar Kämpfer wehrt sich gegen die Vorwürfe von Dieter Spiess. zvg

Damit schiebt Oskar Kämpfer den Ball Dieter Spiess zu, der seinerseits über das Wochenende den SVP-Parteipräsidenten stark kritisiert hat. Nach dem Rücktritt von Landratspräsidentin Daniela Gaugler werden in der SVP Baselland Schuldige gesucht.

Kontrolle durch Vorgänger

Der ehemalige SVP-Präsident Dieter Spiess wirft seinem Nachfolger vor, Daniela Gaugler vor der Nomination zur Landratspräsidentin nicht genügend überprüft zu haben. Nun kontert Oskar Kämpfer den Vorwurf: «Ich möchte darauf hinweisen, dass Daniela Gaugler schon vor meiner Zeit als Parteipräsident ins Ratsbüro des Landrates gewählt wurde und es an meinen Vorgängern gewesen wäre, dort alle Details zu studieren».

Bis jetzt drei Kandidatinnen oder Kandidaten

Was die Nachfolge von Daniela Gaugler betrifft, so soll die Fraktionssitzung am Mittwoch und die anschliessende Ratskonferenz mit den anderen Parteien die Nachfolge der zurückgetretenen Präsidentin vorbereiten. Bis jetzt, so sagt Oskar Kämpfer, gebe es drei Interessentinnen oder Interessenten, einer davon ist der Allschwiler Landrat Roman Klauser. Möglicherweise kämen aber noch weitere Kandidaturen dazu, sagt Oskar Kämpfer.

Die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin von Daniela Gaugler erfolgt voraussichtlich frühestens in der Landratssitzung am 30. Oktober oder am 13. November. Dies weil in verschiedenen Fraktionen der Wunsch nach der Möglichkeit besteht, den Kandidaten oder die Kandidatin in einem Hearing kennenzulernen.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)