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Theater Basel «Der Spieler» als Gesellschafts-Metapher

Bei Prokofjews Oper, die als Schweizer Erstaufführung Premiere hatte, tritt die Musik hinter das Wort zurück.

Bühnenszene aus der Oper
Legende: Jeder und jede hat seine Sucht - nicht nur im Spielcasino. Theater Basel; Priska Ketterer

Sergej Prokofjew schrieb die Oper «Der Spieler» nach der Erzählung von Fjodor Dostojewski zwar bereits vor 100 Jahren. Doch erst vergangenen Freitag hatte das Werk in Basel seine Schweizer Erstaufführung. Die Inszenierung zeigt eine Gesellschaft, die sich selber aufs Spiel setzt. Der Spieler wird zur Metapher für eine Gesellschaft, in der jeder einer Sucht nach geht: Drogen, Videospiel, Alkohol.

Die Inszenierung von Vasily Barkjatov platziert die Personen in ein dreistöckiges, billiges Motel. Für SRF-Opernkritiker Benjamin Herzog ist die Inszenierung sehr gekonnt, jedoch eher abbildend. Er vermisse etwas die Emotionalität und die tiefere Aussage.

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