Tiefe Strompreise drücken auf die Zahlen der EBL

Es handelt mit Strom und Fernwärme – das Baselbieter Energieunternehmen Elektra Baselland (EBL). Letztes Jahr erwirtschaftete EBL einen stabilen Umsatz von 230 Millionen Franken. Den Gewinn konnte EBL mit rund 10 Millionen Franken fast verdoppeln – trotzdem war 2014 ein Jahr mit Herausforderungen.

Ein Strommast.

Bildlegende: Das Geschäft mit dem Strom ist seit der Liberalisierung umkämpft. Colourbox

Der vergangene Winter war mild, es gab weniger kalte Tage als gewohnt. Das ist eine schlechte Botschaft für Energieunternehmen. Auch die Fernwärme der EBL war im Geschäftsjahr 2014 weniger gefragt als in anderen Jahren.

Umkämpfter Strommarkt

Auch das zweite Standbein ist unter Druck: Der Handel mit dem Strom. Seit der Liberalisierung des Schweizer Strommarktes für Grosskunden vor rund fünf Jahren, spiele der Wettbewerb und drücke auf die Preise. EBL musste einen Verlust von Stromkunden in der Schweiz hinnehmen. Das Energieunternehmen mit Sitz in Liestal konnte dies zum Teil mit Neukunden aus Deutschland kompensieren. Dort sei besonders grüner Strom aus der Schweiz gefragt.

Stellenreduktion

Das dritte Geschäftsfeld der EBL, die Telekommunikation, lief gut. Die Elektra Baselland steigerte ihren Umsatz mit Kabelinternet und Kabeltelefonie um rund 10 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr beschäftigt EBL aber rund 10 Mitarbeitende weniger – aus Spargründen. Es sei aber zu keinen Entlassungen gekommen, heisst es auf Anfrage. Insgesamt beschäftigt EBL rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)