Zum Inhalt springen

Basel Baselland Tränengas und Gummischrot bei Protesten in Basel

Eine unbewilligte Kundgebung in Basel gegen die Armeeübung Conex 15 ist eskaliert. Es kam zu Sachschäden.

Legende: Video Kundgebung gegen Armeeübung in Basel eskaliert abspielen. Laufzeit 0:24 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 18.09.2015.

200 bis 300 Personen haben am Freitagabend in Basel gegen die Truppenübung Conex 15 demonstriert. Mit Transparenten, Sprechchören und dem Zünden von Feuerwerkskörpern zogen die Demonstranten dann vom Claraplatz zum Ausschaffungsgefängnis Bässlergut und später weiter in Richtung Rheinhafen Kleinhüningen. Dort schien sich der Zug nach etwa zwei Stunden aufzulösen.

Schwarzvermummte Demonstranten halten ein schwarzes Transparent mit der Aufschirft: «No Border, No Nation. Smash Conex!»
Legende: Armeegegner ziehen durch die Basler Innenstadt. Keystone

Polizisten schossen mit Gummischrot auf die Demonstranten und versprühten Tränengas, um sich vor «heftigen Angriffen» zu schützen, wie die Basler Stadtbehörden mitteilen.

Steine, Laser und Feuerwerkskörper

Von Seiten der Demonstranten seien Feuerwerkskörper und faustgrosse Steine auf die Polizisten geworfen worden, erklärt die Polizei. Zudem hätten sie versucht, die Polizisten mit Lasern zu blenden. Dabei wurden vier Polizisten durch Steinwürfe und Laserattacken verletzt, wie die Staatsanwatlschaft Basel-Stadt am Tag danach bekannt gab. 16 Personen wurden kontrolliert, acht festgenommen.

An mehreren Gebäuden habe es Schäden und Schmierereien gegeben. Laut Augenzeugen gingen namentlich am Gebäude der «Basler Zeitung» zahlreiche Scheiben zu Bruch. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Sachschaden von mindestens hunderttausend Franken an mehreren Gebäuden.

Leute tragen ein Transparent mit der Aufschrift: Armee abschaffen, statt Flüchtlinge ausschaffen.
Legende: Demonstrationszug auf der Mittleren Brücke in Basel SRF / Dieter Kohler

Samstags-Demo ruhig

Eine weitere Demonstration gegen die gleiche Armee-Übung verlief am Samstagnachmittag ruhig. 200 - 300 zumeist jüngere Personen nahmen an der Kundgebung teil. «Armee abschaffen, statt Flüchtlinge ausschaffen» hiess es auf einem Transparent. «Wir setzen uns dafür ein, dass Flüchtlinge in der Schweiz einen geregelten Aufenthalt erhalten und hier in Sicherheit sind», sagt eine Demonstrantin. Nach rund einer Stunde löste sich der Demonstrationszug wieder auf.

Im Rahmen von Conex 15 trainiert die Schweizer Armee unter anderem die Sicherung der Grenze.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Auch hier, zu dieser gewaltgeladenen, unbewilligten "DEMO", sprechen die Journalisten im obigen Bericht einfach von "Menschen", "Demonstranten" oder "Personen"! Solche gewaltbereite Chaoten, die Steine und Feuerwerkskörper werfen, Sachbeschädigungen verursachen oder Laserattacken gegen Polizeibeamte machen und ihre Gesundheit gefährden, darf man NICHT als das, was sie sind, benennen, nämlich LINKSEXTREME ! Mein erster Versuch wurde jedenfalls NICHT aufgeschaltet! Ideologie PUR, nennt man das!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Ich dachte, die Gewalt kommt von rechts! Verdreht wie die Linken denken, prügelten sie sich auch noch für den Frieden mit dem Papst. Sorry, das waren ja keine gewöhnlichen Linken sondern Autonome! Sozusagen linke Neonazis, Engelchen mit Stein und Flamme.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Eugen Röthlisberger (bababobo)
    Ich hoffe, dass die Justiz in diesem und den folgenden Fällen sehr harte Urteile spricht. Wer Steine, Laser und Feuerwerkskörper bei einer Demonstration auf sich trägt beabsichtigt Schaden anzurichten. Wer Ordnungshüter angreift und Menschen verletzt sowie Sachen mutwillig beschädigt ist ein Krimineller, der/die unbedingt für längere Zeit in ein Straflager und aus dem Verkehr gezogen werden muss. Danach die ausländischen Gastnehmer lebenslang des Landes verweisen.Schweizer mit Kontrolle belegen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen