Tramlinie 3 nach Frankreich kommt früher als erwartet

Im Sommer 2013 wurde die Verlängerung der Tramlinie 3 nach Frankreich vom Bund als nicht sehr wichtig taxiert. Der Bund hat das Grossprojekt, welches im Agglomerationsprogramm aufgeführt wurde, zurückgestuft. Politiker zeigten sich enttäuscht. Nun die Kehrtwende: Das 3-er Tram kommt doch.

Tram Nummer 3 an der Kreuzung Burgfelderstrasse/Strassburgerallee.

Bildlegende: Das Tram Nummer 3 soll in Zukunft über die Landesgrenze fahren. Juri Weiss

Die Enttäuschung bei den Politikerinnen und Politiker in der Region war gross: Der Bund hat im letzten Sommer viele Verkehrsprojekte der Region aus dem Agglomeration als nicht wichtig angesehen und 67 Millionen gesprochen für Verkehrsprojekte in der Region. Dieser Betrag reichte nicht für zwei Grossprojekte: Die Verlängerung der Tramlinien 3 (nach St. Louis) und 14 (Salina Raurica).

Sinneswandel beim Bund

Dieser Entscheid haben die Verantwortlichen vom Agglomerationsprogramm Basel, der Stelle, welche die Verkehrsanliegen koordiniert, nicht akzeptieren wollen. Sie hätten sich in Bern für die Tramlinie 3 eingesetzt: «Wir konnten den Bund von der Qualität dieses Projekts überzeugen», sagt Patrick Leypoldt, der Geschäftsführer des Agglomerationsprogramms gegenüber dem «Regionaljournal Basel». Und: «Dass wir das geschafft haben, macht und sehr glücklich.»

Die Tramlinie 3 soll neu über die Burgfelden Grenze an den Bahnhof von Saint-Louis fahren. Der Bau der neuen Tramlinie könnte also schon 2015 beginnen.

Das Stückitram kommt nicht

Über die Klippe springen, musste jedoch das Stückitram. «Das Projekt Stückitram ist noch nicht genug reif.» Aus diesem Grund sei die Tramlinie zurückgestuft worden und kommt erst später, sagt Leypoldt weiter.

Ein weiterer Wermutstropfen: Der Bund unterstützt vorerst auch das 14er-Tram nach Salina Raurica nicht. «Wir haben beim Bund darum gekämpft», sagt Patrick Leypoldt, aber man sei bei den Gesprächen zum Schluss gekommen, dass das Projekt auch erst später realisiert werden kann.