Trotz verschärftem Lärmschutz Kritik an EuroAirport

Mit der Einführung des Sommerflugplanes 2014 sollen «laute Flugzeuge in den sensiblen Nachtstunden» verboten werden. Diese Meldung des EuroAirport löst bei den Lärmschutzgegnern nur Kopfschütteln aus. Es sei Kosmetik, so Madeleine Göschke vom Flughafen Schutzverband.

Flugzeug auf der Landeband im Hintergrund Tower

Bildlegende: Landendes Flugzeug am Basler EuroAirort Juri Weiss

In der Realität seien nur wenige Flugzeuge von diesem Verbot betroffen. Konkret geht es um die Zeit in der Nacht zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr. Jene Flugzeuge, unter denen die Bevölkerung leide, die würden genau so weiter verkehren. Trotz positiver Meldung, so Madeleine Göschke vom Schutzverband weiter, bleibe im Wesentlichen alles gleich.

Petition hängig

Vor zwei Jahren reichte der Schutzverband bei der Baselbieter Regierung eine Petition ein. Gefordert wurde ein Nachtflugverbot mit den gleichen Zeiten wie in Zürich. Dort wird erst um 06:00 Uhr gestartet und das letzte Flugzeug muss um 23:00 Uhr wieder auf dem Boden sein. 

Kritik an Schutzverband

Kein Verständnis für die Kritik des Schutzverbandes haben die Verantwortlichen des EuroAirport EAP. Es seien über 700 Flugbewegungen, die unter die neuen Bestimmungen fallen würden. «Die Bestimmungen sind Teil einer Strategie, die Fluggesellschaften aus den sensiblen Randzeiten zu verdrängen oder sie zu zwingen, leisere Flugzeuge einzusetzen», meinte Mediensprecherin Vivienne Gaskell.