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Überraschender Abgang Theater Basel muss einen neuen Direktor suchen

Drei Schwestern, Stück im Theater Base.
Legende: Dank Produktionen wie «Drei Schwestern» konnte die Sparte Schauspiel im Theater Basel im letzten Jahr zulegen. ZVG, Theater Basel, Sandra Then

Der Basler Theaterdirektor Andreas Beck geht 2020. Er verlängert seinen dann auslaufenden Vertrag nicht, wie er an der Saison-Medienkonferenz bekanntgab.
Beck gebe seinen Abgang schon jetzt bekannt, "da der Planungsvorlauf im Musiktheater mindestens zwei Jahre beträgt", ist einer Mitteilung des Theaters zu entnehmen. Bis 2019/2020 seien die Planungen im Theater Basel "weit gediehen", und das Haus solle genügend Zeit haben für die Nachfolgeregelung. Eine Findungskommission soll Anfang 2018 eingesetzt werden.

Kein Zusammenhang mit Kulturpolitik in Basel

Auf Anfrage des Regionaljournals sagt Andreas Beck zu seinem Abgang, dieser habe nichts mit der Kulturpolitik des Kantons Basel-Stadt zu tun. Die Entscheidung sei seine ganz persönliche. «Gleichzeitig wünschte man sich als Bürger dieser Stadt und Region, dass sich die Kulturstadt und -Region Basel, die Kunst und Kultur, mit der sie sich zu recht schmückt, auch ohne Wenn und Aber leisten möchte.»

Seit 2015 Direktor des Theaters

Andreas Beck ist seit dem Jahr 2015 Direktor des Theaters. Er Übernahm das Amt damals vom langjährigen Direktor Georges Delnon. Unter Andreas Beck wurden am Theater Basel verschiedene erfolgreiche Produktionen realisiert, dazu gehört Beispielsweise das Stück «Drei Schwestern» von Simon Stone, das für verschiedene Preise nominiert war.

Vor Basel war Beck Leiter des Schauspielhauses Wien gewesen. 1965 in Mülheim an der Ruhr geboren, war er davor unter anderem Assistent am Wiener Burgtheater unter Claus Peymann gewesen.

Mehr Besucher und höhere Auslastung in der letzten Saison

Mit der letzten Spielzeit 2016/17 ist das Theater Basel sehr zufrieden. Das grösste Schweizer Dreispartenhaus konnte nicht nur die Zuschauerzahl, sondern auch die Auslastung steigern. Unter dem Strich resultiert dennoch ein kleiner Verlust.

Die Gesamtauslastung erreichte in der letzten Saison 68 Prozent, wie das Theater Basel mitteilte. Das sind 2,9 Prozentpunkte mehr als in der Saison 2015/16, der ersten unter der Leitung von Intendant Andreas Beck.

Bei den Eintritten konnte das Theater Basel eine Zunahme von 5666 auf 172'013 verbuchen. Das Programm umfasste 560 Vorstellungen, 31 mehr als in der vorangegangenen Spielzeit. Jene war indessen wegen der Sanierung des Theaters fünf Wochen kürzer.

Tiefere Besuchereinnahmen

Obwohl das Theater Basel in der vergangenen Saison mehr Eintritte verzeichnen konnte, gingen die Besuchereinnahmen leicht zurück. Die Gesamteinnahmen stiegen jedoch um rund 650'000 Franken auf 56,3 Millionen Franken.

Weil der Betriebsaufwand im letzten Jahr ebenfalls angestiegen ist, resultierte unter dem Strich ein Verlust von knapp 60'000 Franken gegenüber einem Gewinn von 47'500 Franken in der vorangegangenen Spielzeit.

Der Kanton Basel-Stadt steuerte ans Theater insgesamt 40,2 Millionen Franken bei. Weitere 4,5 Millionen Franken flossen ihm von Baselland zu.

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