UKBB macht sich trotz positivem 2012 Sorgen

Das Universitäre Kinderspital beider Basel UKBB schliesst das Geschäftsjahr 2012 mit insgesamt positiven Zahlen ab. Sorge bereitet dem Spital die nahe Zukunft: die Versicherer sind noch nicht bereit, einen Fallkosten-Basispreis zu bezahlen, der den Zusatzaufwand in der Kindermedizin berücksichtigt.

Eingangsbereich des Universitäts-Kinderspitals beider Basel, UKBB.

Bildlegende: Das Universitäts-Kinderspital Juri Weiss

Alles in allem kann das UKBB positive Zahlen für das letzte Geschäftsjahr vorweisen. Die Rechnung schliesst mit einem Plus von einer Million Franken, die angestrebte Verlagerung vom stationären zum ambulanten Bereich konnte weiter vorangetrieben werden. Dazu kommt das Gütesiegel «Ausgezeichnet für Kinder», das dem UKBB als erstem Spital ausserhalb Deutschlands verliehen wurde. Und mit 75 Prozent ist die Zufriedenheits-Quote von Patienten und Eltern hoch.

Gros der Versicherer knausern

Der Blick in die Zukunft trübt allerdings die positive Bilanz. Denn noch immer kämpft das UKBB mit den meisten Versicherern um die Anerkennung, dass die Kindermedizin aufwändiger ist als diejenige für Erwachsene. «In der Kindermedizin therapieren sie ein ganze Familie. Und kleine Handlungen, wie eine Blutentnahme, dauert bei Kindern auch mal eine Stunde», sagt UKBB-CEO Conrad Müller.

Ein Teil der Versicherer, darunter Sympany, Helsana, Assura oder die Invalidenversicherung sind bereit, den vom UKBB geforderten Basis-Preis von 12'000 Franken zu bezahlen. Nicht so die rund 50 Versicherer, die bei TarifSuisse zusammengeschlossen sind und rund 70 Prozent des Marktes abdecken.

TarifSuisse wartet Festsetzung durch Kanton ab

Da sich die Vertragspartner nicht einigen können, setzt nun der Kanton den Basis-Preis fest. Diese Festsetzung will TarifSuisse nun abwarten und dann entscheiden, ob sie damit ans Bundesverwaltungsgericht geht.

TarifSuisse bestreite nicht, dass Kinder-Medizin aufwändiger ist als Erwachsenen-Medizin, sagt Daniel Wiedmer, Leiter Kommunikation und Politik bei TarifSuisse. Aber das müsse über eine Anpassung der Tarifstruktur lösen und nicht einfach über die Kosten. Es seien auch klare Entscheide nötig, was über das KVG finanziert werden muss und was nicht - zum Beispiel der Spital-Aufenthalt der Familie des Kindes.

Wenn das UKBB den geforderten Basis-Preis von 12'000 Franken nicht erhält, gebe es zwei Möglichkeiten, so Manser: Entweder würden die Kantone die Differenz begleichen, wie sie dies 2012 gemacht hätten. «Oder das UKBB muss Personal und damit Leistungen abbauen.»