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Umfahrung Links-Grün streitet über den Gundelitunnel

Am Mittwochnachmittag ging nichts mehr auf den Strassen in der Region Basel. Autofahrerinnen und Autofahrer brauchten für Strecken Stunden, die sie sonst in einer Viertel- oder halben Stunde zurücklegen. Denn die Autobahn war nach einem Unfall zwischen Basel und Pratteln stundenlang in beiden Richtungen komplett gesperrt.

Schon länger setzen sich die Bürgerlichen für eine neue Westring-Autobahn ein. Diese soll gerade auch in solchen Situationen Entlastung bringen. Im linken Lager ist diese Ringautobahn aber sehr umstritten. Der Grosse Rat hat gerade erst kürzlich eine Motion überwiesen: Die Regierung soll die Planung des Gundelitunnels stoppen, ein Teil dieses Autobahnrings.

SP-Baudirektor Hans-Peter Wessels will die Planung aber nicht stoppen: Denn die Wirtschaft wachse, es entstünden Arbeitsplätze, die Bevölkerung wachse und damit auch der Verkehr. «Natürlich müssen wir möglichst viele Menschen auf den öffentlichen Verkehr bringen, aber selbstverständlich wird auch der Autoverkehr zunehmen.» Dies dürfe jedoch nicht auf Kosten der Quartiere gehen. Deshalb solle der Verkehr unterirdisch um die Stadt herumgeleitet werden.

Ganz anders sieht dies die SP-Grossrätin Dominique König. Sie lancierte den Vorstoss «Stopp Gundelitunnel», der ein Planungsstopp fordert. Diesen Vorstoss überwies der Grosse Rat. Sie betont: «Eine Ringautobahn hätte bei einem solchen Unfall wie am Mittwochnachmittag gar nichts gebracht.» Der Grosse Rat wird sich mit dem Planungsstopp des Gundelitunnel voraussichtlich im April noch einmal befassen. Dann entscheidet das Parlament, ob der Planungsstopp definitiv überwiesen und damit zu einem verbindlichen Auftrag für die Regierung wird.

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