Ungebetene Gäste auf dem Friedhof Hörnli

Auf dem Friedhof Hörnli leben zehn Rehe samt Jungtieren. Diese fressen zum Teil ganze Gräber kahl. Nun sollen gegen diese Reh-Plage Massnahmen ergriffen werden.

Vier Reihen Grabsteine, dazwischen Grünstreifen, im Hintergrund Bäume.

Bildlegende: Grabfelder auf dem Friedhof Hörnli Juri Weiss

Frisch bepflanzte Gräber werden im Frühling und Herbst von Rehen abgefressen. Dies ärgert aber nicht nur Personen, die um Angehörige trauern. Das Verhalten der Wildtiere kostet den Staat auch eine Stange Geld. Denn viele Angehörige bezahlen für den Unterhalt der Gräber und erwarten, dass diese bepflanzt sind. Marc Lüthi, Leiter Bestattungswesen beim Kanton Basel-Stadt, spricht im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF von 50'000 bis 60‘000 Franken pro Jahr, die für Neuanpflanzungen aufgewendet werden müssen.

Nun sollen Massnahmen ergriffen werden, damit sich das Problem nicht ausweitet. Dazu wollen sich die Verantwortlichen der Friedhofverwaltung sowie der Jagdaufseher von Basel-Stadt treffen und bis im Herbst das weitere Vorgehen festlegen. Die Rehe, so Marc Lüthi, sollen auf dem Friedhof Hörnli bleiben dürfen. Es solle aber dafür gesorgt werden, dass sie sich nicht weiter vermehren.